Wohnsitzloser Mann ergaunert Bankverbindungen und überweist dann Geld auf sein eigenes Konto
Betrüger prellt Autohäuser

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Waldsassen
03.01.2017
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Waldsassen/Marktredwitz. Ein 36-jähriger wohnsitzloser Mann, der sich auf die Fälschung von Überweisungsträgern spezialisiert hatte, konnte von der Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Marktredwitz dingfest gemacht werden. Dem Mann werden Betrügereien zum Schaden verschiedener Autohäuser in der Region zur Last gelegt.

Der Täter hatte Mitte November bei einer Marktredwitzer Bank ein Konto eröffnet. Einer aufmerksamen Angestellten war aufgefallen, dass ein paar Tage nach Einrichtung des Kontos dort 2700 Euro auftauchten, die angeblich von einem Marktredwitzer Autohaus angewiesen worden waren. Noch am selben Tag wurde das Geld bar wieder abgehoben.

Um die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs zu überprüfen, kontaktierte die Bank die betreffende Firma. Mit dem Ergebnis: Das Geld wurde zu keiner Zeit an den Mann überwiesen. So leitete die Marktredwitzer Polizei Ermittlungen ein und kam dem Betrüger schnell auf die Schliche. Die Beamten konnten nachweisen, dass die Überweisung zu seinen Gunsten gefälscht war.

Weitere Recherchen ergaben, dass der 36-Jährige auch noch eine andere Methode anwandte, um an Bares zu gelangen. Er ging in den letzten zwei Monaten in verschiedene Marktredwitzer Autohäuser und schloss dort Kaufverträge für Autos ab, teilweise über 20 000 Euro. Dann vereinbarte er eine Anzahlung und kam so an die Kontodaten der jeweiligen Firma.

Dieses Wissen nutzte er dann wiederum für gefälschte Überweisungen. Insgesamt steht er im Verdacht, bisher alleine im Bereich der Polizei Marktredwitz fünf Betrügereien mit einem Vermögensschaden von 12 850 Euro begangen zu haben, wobei drei Delikte im Versuchsstadium stecken blieben.

Anfragen bei den benachbarten Dienststellen ergaben, dass der Betrüger auch im Bereich der Polizeiinspektion Waldsassen vier Mal mit der gleichen Vorgehensweise aktiv wurde. Er versuchte, bei einem Autohaus 7500 Euro zu ergaunern. In einem anderen Fall gelangte er mit seiner Masche an 1600 Euro. Der Wohnsitzlose wurde in Haft genommen und mittlerweile in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
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