"Zuckerlschwester" Theresia Weiß feiert Eiserne Profess
Eiserne Treue zum Orden

Sr. M. Theresia Weiß (im Bild mit Äbtissin Laetitia Fech), die früher die berühmten "Zwiebelzuckerln" herstellte, feierte jetzt Eiserne Profess - mit einem Gottesdienst im Altenheim St. Martin. Dort verbringt die Jubelprofessin ihren Lebensabend. Bild: exb
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Waldsassen
13.09.2017
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Ein seltenes Jubiläum führte die Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Waldsassen jetzt in die Kirche des Altenheimes St. Martin: Dort durfte Sr. M. Theresia im Alter von 86 Jahren ihre Eiserne Profess feiern - ein ergreifendes Erlebnis für alle Mitfeiernden.

Eigentlich waren bereits am Laurentius-Tag, 10. August 2017, genau 65 Jahre vergangenen, auf die Jubilarin vom Kloster Waldsassen zurückblicken durfte. Auf den Wunsch von Sr. M. Theresia hin wurde ihr "uraltes Ja" in einem Gottesdienst im kleinen Kreis ihrer Mitschwestern und der engsten Familie erneuert. Die Schwestern brachten ihren Dank für die "eiserne" Treue ihrer Mitschwester durch einen Gabengang zum Ausdruck und gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit Orgel und Querflöte.

Pfarrer Forster, der die Jubelprofessin seit Jahren begleitet, wählte als Aufhänger seiner Predigt den Hl. Martin - auch weil es der Patron des Altenheimes ist, in dem sie seit kurzer Zeit weilt. Martin habe schon in jungen Jahren den Mantel mit einem Bettler geteilt und wäre so zu einer Ikone des Dienens geworden. So sei auch das Leben von Sr. M. Theresia von zwecklosem Gottesdienst und selbstlosem Menschendienst geprägt gewesen. Eine weitere Verbindung mit dem Heiligen sei das Licht. Die Kinder freuten sich ihre Laternen zu entzünden und mit ihren tanzenden Lichtern auf den Straßen das Dunkel zu durchbrechen.

So habe Sr. Theresias Leben im Dunkel der Zeit Licht gespendet und sei zu einem Zeugnis für viele Menschen geworden. Abschließend bemerkte er: Gehorsam müsse man spätestens im Alter lernen, was nicht so einfach sei. Deswegen wünschte Pfarrer Forster der Jubelprofessin ein Licht, das ihr im Dunkel des Alltags leuchte und sie in den Schwierigkeiten des Alters aufmuntere.

Es war Sr. Theresias Herzenswunsch nur einen Gottesdienst zu feiern. Darum hatten alle Anwesenden am Ende des Gottesdienstes Gelegenheit ihr zu gratulieren. In froher, erfüllter Freude begleiteten sie danach alle Mitschwestern mit den schönen Festtagsgaben in ihr Zimmer, wo sie in Ruhe auspacken konnte und alles nachklingen lassen konnte. Ihre Familie folgte gerne der Einladung des Konventes im Gästehaus St. Joseph das Fest bei einem Mittagessen und geselligen Beisammensein ausklingen zu lassen.
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