Lift am Ski- und Snowboardzentrum beschädigt
Stillstand am Fahrenberg

Das Stahlseil am Lift des Fahrenbergs ist beschädigt. Zwei Drähte stehen heraus.
Freizeit
Waldthurn
16.02.2017
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Die Abfahrtspiste am Ski- und Snowboardzentrum Fahrenberg ist noch immer in einem hervorragenden Zustand. Allerdings bereitet seit Mittwochabend der Lift große Probleme.

Fahrenberg. (rti/ck) Hans Baierl vom TV Vohenstrauß kann seine Enttäuschung angesichts des Saisonendes nicht verbergen. Mit einigen Mitstreitern steht er am Donnerstagvormittag an der Talstation und betrachtet den Schaden am Lift-Seil.

Beim Vorfall am Vorabend sei keiner der Verantwortlichen dabei gewesen. Man könne nur mutmaßen, was die Ursache für die Beschädigung des Seils gewesen sein könnte. Der Vohenstraußer schätzt, dass entweder ein Skifahrer aus dem Lift gefallen ist. Dabei könnten sich zwei Bügel dermaßen ineinander verhakt haben, dass die Spannung für das Seil zu groß wurde und aus der Führung riss. Es könnte aber auch sein, dass ein "Spaßvogel auf Skiern" die Liftspur aus Übermut nach rechts (Richtung Piste) oder links (Richtung Wald) absichtlich verlassen habe.

Enormer Schaden


Derartige Situationen könne man immer wieder beobachten. Das Seil, das über zehn Jahre im Einsatz war, sei in jedem Fall "hinüber" und nicht mehr zu retten. Ein neues werde wohl mindestens 10 000 Euro kosten und einen enormen Zeitaufwand erforderlich machen. Die Montage würden TV-Mitarbeiter unter Anleitung eins Fachmanns übernehmen.

"Keiner weiß wie es passiert ist. Letztendlich hatten wir Glück, dass zu der Zeit des Vorfalls fast nichts los war", erklärt TV-Vorsitzender Klaus Nigg. Er wolle zuerst einmal abwarten, bis ein Gutachter das Seil untersucht hat. "Die Saison ist aber ziemlich sicher vorbei, denn die Sicherheit geht einfach vor. Es sei denn, der Experte gibt grünes Licht, aber das glaube ich nicht."

Angesichts der fantastischen Piste ist das für die Verantwortlichen eine schmerzliche Erfahrung. Am Wochenende wären noch Rennen angestanden. Diese sind mittlerweile abgesagt. "Das ist natürlich bitter. So viele Möglichkeiten und Termine gibt es bei uns leider nicht."

Am Fahrenberg herrschten momentan gigantische Verhältnisse. Vor zwei Wochen hätten die TV-Leute die Piste letztmals beschneit. Durch die Minustemperaturen in den vergangenen Nächten sei die Unterlage perfekt. Der Defekt des Lifts mache die Planungen für die kommenden Wochen aber zunichte.

Trotzdem ist Nigg mit dem Verlauf der bisherigen Saison zufrieden. In seinem Kalender hat er schon 46 Skitage aufgeschrieben. 2016 waren es nur 20. "Heuer sind wir im grünen Bereich. Bis auf das jetzige Malheur ist es wirklich super gelaufen. Man muss auch so ehrlich sein und zugeben, dass das Interesse der Leute am Skifahren in den vergangenen Tagen nachgelassen hat."

Die Saison ist ziemlich sicher vorbei, denn die Sicherheit geht einfach vor. Höchstens der Experte gibt grünes Licht, aber das glaube ich nicht.TV-Vorsitzender Klaus Nigg
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