Weihnachtsausstellung des OWV im Heimatmuseum vom 25. Dezember bis 8. Januar
Orient in der Oberpfalz

OWV-Vorsitzender Roman Bauer ist von der neuen Krippe des Waldthurner Künstlers Erwin Klotz begeistert. Bild: fvo
Kultur
Waldthurn
21.12.2016
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Das Waldthurner Heimatmuseum beherbergt eine beeindruckende Weihnachtsausstellung. Zu sehen sind bekannte Krippen, neue Exponate, aber auch Leihgaben der Stadt Weiden.

(fvo) Waltraud Kühnhauser und Monika Bauer haben im Vorfeld sehr viel Zeit in diese Schau im Gebäude an der Vohenstraußer Straße 16 investiert und mit viel Liebe zum Detail die Gesamtverantwortung übernommen. Neu geschnitzt und aufgestellt wurde die alpenländische Krippe im altbayerischen Stil des Waldthurner Holzschnitzers Erwin Klotz. "Ein reines regionales Produkt, Erwin Klotz hat die Krippe geschaffen, Dominik Klos integrierte diese durch seine Malkunst in den Raum", schwärmte OWV-Vorsitzender Roman Bauer bei der Endabnahme der Ausstellung.

Liebevoll aufgebaut

Gerne erinnern sich die OWV-Mitglieder auch heute noch an die Zeit, als Heimatpfleger Franz Bergler jedes Jahr im alten Rathaus die Krippen liebevoll aufgebaut hatte. Bei einem Exemplar ist das weihnachtliche Geschehen in heimatlicher Landschaft, im Stadel der Grubmühle, zu sehen. Eine andere Krippe stellt die Tempelstadt Bethlehem im orientalischen Stil dar und steht ganz natürlich in der Oberpfälzer Landschaft.

In tagelanger Kleinarbeit bauten Klotz, Helmut Glaser und Sieghard Reber die Exponate akribisch auf, Christian und Max Gallitzendörfer kümmerten sich um die Lichttechnik. "Häuser im alten Waldthurn": unter diesem Motto baute der aus Waldthurn stammende Kaminkehrermeister Josef Müller, der "Kappl-Sepp", vor Jahren den Marktplatz im Kleinformat nach. Nun stellten die Verantwortlichen diese besonderen Exponate dem Museum zur Verfügung, die Josef Kick und Josef Klier aufbauten. Für die Beleuchtung sorgten in bewährter Manier die "Gallitzendörfer-Männer". Ergänzt wird die "Waldthurner OWV-Weihnachtsausstellung" durch Kastenkrippen, das Prager Jesukindl, wertvolle Rußbilder aus Oberammergau, Krippenfiguren aus Peru und das in Leinenstoff gewickelte Fatschenkindl. Es stellt ein eingewickeltes (gefatschtes) Jesuskind dar, das zu Weihnachten oft in Krippen zu finden ist.

Museums-Christbaum

Wer kein Geld hatte, organisierte sich früher ganz einfach eine Krippe aus Papier, auch dieses Exponat stellte die Stadt Weiden als Leihgabe zur Verfügung und kann am Fuße des Fahrenbergs besichtigt werden. Den Museums-Christbaum mit 250 Äpfeln, Nüssen, Strohsternen und Sauerteigplätzchen haben Sabine Arlt und Monika Bauer sowie Ludwig Kleber geschmückt.

ÖffnungszeitenDie Weihnachts- und Krippenausstellung kann vom 25. Dezember bis 8. Januar (außer Silvester) täglich von 9 bis 16 Uhr besichtigt werden. Höhe- und Schlusspunkt ist der Sonntag, 8. Januar. Von 14.30 Uhr bis 17 Uhr schenken die OWV-Verantwortlichen Glühwein aus, kredenzen Plätzchen und stehen auch für Auskünfte bereit. Der Eintritt ist frei.

"Mit einer zusätzlichen Krippenausstellung inklusive Liveschnitzen warten die Waldthurner OWV-Schnitzer in der ehemaligen Sparkasse (Vohenstraußer Straße 1) auf", informiert der OWV-Vorsitzende Roman Bauer. Am Mittwoch und Donnerstag, 28. und 29. Dezember, jeweils von 13 Uhr bis 18 Uhr, ist diese Schau bei Kaffee sowie Kuchen geöffnet. (fvo)
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