20.08.2014 - 00:00 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Experte informiert Kerngruppe "Marktplatz der Generationen" über Voraussetzungen und Pläne Konzept für Nahversorgung nötig

Bei einem Treffen der Kerngruppe "Marktplatz der Generationen" stand das Nahversorgungskonzept im Mittelpunkt. "Ich sehe durchaus Potenzial für die Grundversorgung in Waldthurn", meinte Wolfgang Gröll. "Bäcker, Metzger, Lebensmittelgeschäft - alles ist noch im Hauptort vorhanden."

Unternehmensberater Wolfgang Gröll (Zweiter von links) stellte der Kerngruppe "Marktplatz der Generationen" und Bürgermeister Josef Beimler (Dritter von links) sein Konzept vor. Bild: fla
von Tanja PflaumProfil

Die Verantwortlichen hatten den Experten als Berater geholt. Gröll, der seit 1989 als Unternehmensberater tätig ist, hat sich Mitte der 90er Jahre auf die Grund- und Nahversorgung spezialisiert. Er stellte seine Überlegungen für die Gemeinde mit Versorgung der Ortsteile vor. Außerdem würde er während der ganzen Dauer mit örtlichen Unternehmen arbeiten und für Beratungen zur Verfügung stehen, falls dies gewünscht werde.

Vorgespräche geführt

Er habe auch mit Einzelnen bereits kurze Vorgespräche geführt, erläuterte Gröll. Nun sei es notwendig, alles zu erfassen und mit den Betroffenen ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten. Erfreulich ist, dass es sich um meist junge, aufgeschlossene Unternehmer handelt, stellte er fest.

Etliche Fragen musste Gröll im Anschluss allerdings doch noch beantworten. Etwa, ob die Größe des jetzigen Marktladens ausreichend ist oder eventuell ein anderer Standort günstiger wäre. Oder ab man vielleicht am Sortiment etwas ändern sollte.

Karl-Heinz Dommer vom Büro Landimpuls in Regenstauf warf ein, die Ortsteile nicht außer Acht zu lassen und auch die ältere Bevölkerung im Auge zu behalten. Gröll erwiderte: "Wir können Empfehlungen für jeden Ortsteil erstellen. Vorstellbar wäre zum Beispiel auch ein mobiler Supermarkt, der die Ortsteile anfährt."

Bürgermeister Josef Beimler merkte dazu an, dass die Initiative "Kleine Bürgerhilfe" der Marktgemeinde ein halbes Jahr verlängert wird. "Eventuell kann man hier einen Bestell- und Lieferservice mit anbieten", sagte der Rathauschef. Weiter Vorschläge der Teilnehmer der Kerngruppe wurden von Gröll aufgenommen und notiert.

Hubert Stahl sprach dann das heikle Thema Kosten an. Unternehmensberater Gröll erläuterte: "Es wird immer Angebote zu den einzelnen Bausteinen geben - es muss auch nicht jeder Baustein gebucht werden." Ausgearbeitet würden zwei große Blöcke, die in sich nochmals unterteilt werden.

60 Prozent Förderung

Karsten Hessing vom Amt für Ländliche Entwicklung informierte, dass für Planung und Konzepte eine Förderung in Höhe von 60 Prozent möglich wäre. "Keine Leistung vor Auftragsfreigabe des ALE", räumte er aber ein. Der Schlusssatz für dieses Treffen kam von Stahl: "Dann, Herr Gröll, machen Sie das Angebot so schnell wie möglich, damit wir die Fördermittel auch nutzen können."

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