31.05.2010 - 00:00 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Fans der legendären Motorradmarke "Ardie" sehen sich in Alfons Gollwitzers Museum um Kolben-Kenner unter sich

Gut hörbar war der Besuch auf dem Gollwitzer Hof am Samstag. Rund 40 Motorrad-Viertakter steuerten Woppenrieth an. Die Zweirad-Enthusiasten waren allesamt mit Oldtimern der Marke "Ardie" unterwegs, benannt nach ihrem früheren Nürnberger Erfinder Arno Dietrich.

Eher unheimlich war am Freitag die Kolonne der "Hells Angels" auf dem Weg nach Prag. Ein anderer Motorradclub stieß im Landkreis-Osten auf weit größere Offenheit. Die deutschen "Ardie"-Freunde besuchten das Oldtimermuseum von Alfons Gollwitzer in Woppenrieth bei Waldthurn. Der Sammler (Mitte) gesellte sich samt seinem BMW-Beiwagen zu den Gästen aus der ganzen Republik. Bild: fvo
von Franz VölklProfil

Im Korso waren die Biker über Pullenrieth, Tröbes, Moosbach und Vohenstrauß zum Oldtimer-Museum von Alfons Gollwitzer gerauscht. Der Abstecher kam zustande, weil die "Ardie-Freunde e.V." in Lind bei Oberviechtach zum zwölften Mal auf dem weitläufigen Gelände der Gaststätte "Zur Taverne" in Lind zum Deutschlandtreffen zusammengekommen waren.

Bis aus Norderney

Die Mitglieder des Vereins fuhren Kennzeichen wie HF für Herford, SE für das schleswig-holsteinische Segeberg oder AUR für Aurich in Friesland. Die weiteste Anfahrt hatte Uwe Eilts, der von der Nordseeinsel Norderney über 850 Kilometer in die Oberpfalz unterwegs war. "Alle historischen Oldtimer hier in Woppenrieth haben noch keinen so großen Schnickschnack und sind bestens gepflegt", war der Vorsitzende der Ardie-Freunde, Frank Grüneboom vom Niederrhein, beeindruckt vom Gollwitzer-Fuhrpark. Und umgekehrt.

Auch der Nachbar, Bürgermeister Josef Beimler, schwärmte von Zweiradnostalgie. Der Rathauschef stellte den Ardie-Fans kurz den Markt Waldthurn vor. Nach längerer Fachsimpelei holte Gollwitzer schließlich seine BMW R 25 mit Beiwagen aus dem Museum, drehte eine Runde und spielte zum Vergnügen der Gäste mit der Diatonischen auf. Als es wieder zurückgehen sollte nach Oberviechtach wollten zwei Ardies gar nicht mehr weg. Meist können die Liebhaber solche Pannen selbst beheben, doch am Samstag mussten die beiden Maschinen auf einen Autoanhänger.

Ersatzteilmarkt

Bereits am frühen Nachmittag begann dann in Lind der jedes Jahr auch von vielen Nicht-Ardie-Fans bestens besuchte Ersatzteilmarkt, der sich im Laufe der Jahre schon weit über die Landkreisgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat.

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