03.09.2014 - 00:00 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Gröll-Plan zur Entwicklung der Marktgemeinde mit einer Gegenstimme angenommen Ringen um die beste Lösung

Nicht nur der Umbau des ehemaligen Schwesternhauses und der früheren Kindertagesstätte in ein Verwaltungsgebäude beschäftigen derzeit Bürgermeister und Markträte (wir berichteten). Das Dorferneuerungs-Verfahren ist ein weiteres Thema. Auch die Erhaltung der Grund- und Nahversorgung im Markt steht im Fokus des Gremiums.

von Tanja PflaumProfil

Bürgermeister Josef Beimler stellte in der letzten Sitzung das Angebot von Wolfgang Gröll ("new Way GmbH", Starnberg) vor. Roman Bauer störte, dass betroffene Firmen und Betriebe finanziell nicht beteiligt werden sollen. "Bei den vielen Konzept-Entwicklungen, die im Moment laufen, habe ich bisher noch wenig Ergebnisse gesehen - und alle kosten dem Markt Geld", kritisierte er.

Beimler räumte ein, dass im Sinne der Dorferneuerung auch die Geschäfte und deren Erhalt wichtig seien. Dem stimmte Stefan Grünauer (SPD) zu: "Wir als Markträte sind verpflichtet, diesen Weg zu gehen." Auch Alois Weig steht "voll hinter dem Konzept". Dr. Nikolaus Globisch ergänzte: Gröll habe klar gesagt, wenn ein Baustein nicht notwendig sei, werde er nicht berechnet - es müsse auch nicht alles gebucht werden. Auch dürfe man die 60-prozentige Förderung nicht außer Acht lassen. Das Angebot wurde letztendlich mit einer Gegenstimme angenommen. Die Maßnahme wird der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 zur weiteren Bearbeitung übergeben.

Einstimmig beschloss das Gremium, das Ortsschild bei Frankenrieth in Richtung Buch zu versetzen. Ebenso einig waren sich die Ratsmitglieder über die Wiederherstellung des "alten Schulsteigs" im Bereich Rosengasse/Schlossgraben. Allerdings soll er künftig mit einem "Mini-Fahrzeug" befahrbar sein. Die Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 wird gebeten, die weiteren Bauarbeiten zu übernehmen.

Hinweise zu Hausnummern

Für Hinweisschilder zu den Hausnummern in den Ortsteilen, erläuterte Beimler, könne im Zuge der Dorferneuerung ein Zuschuss erhalten werden. Der Bauausschuss empfahl, dies mit Georg Braunreuther (ALE) zu klären. Einstimmig wurde beschlossen, die Maßnahme durchzuführen, selbst wenn sie nicht förderfähig sein sollte.

Den Bauantrag von Heiko Daubenmerkl, Pleysteiner Straße 11 (Neubau eines Bürogebäudes mit Vierfachgarage), genehmigte das Gremium ohne Gegenstimme. Die Nutzungsänderung des ehemaligen Kindergartens und des früheren Schwesternheims durch die Gemeinde war ebenso unumstritten. Der FSV Waldthurn kann sein Vereinsheim um einen Anbau erweitern. Die Voranfragen von Melanie und Josef Schönberger (Einfamilienhaus mit Doppelgarage in der Wirsbergstraße) sowie von Werner Pankotsch (Erneuerung der Feldscheune und Holzlagerung im Außenbereich an der Gemeindestraße Waldthurn/Oberbernrieth) wurden ebenfalls einstimmig genehmigt.

Beimler gab bekannt, dass sich der Fahrplan der Regionalbuslinie von Vohenstrauß über Waldthurn nach Neustadt/WN geringfügig ändert. Der Mobilfunkstandort im Bereich "Liebmersbühl" werde um UMTS-Technik erweitert.

Der Gemeindechef teilte mit, dass zur Verleihung des Kulturpreises und Nachwuchsförderpreises des Landkreises Vorschläge gemacht werden können. Ferner erklärte er, dass die erste Sitzung zur Bauleitplanung für das Neubaugebiet "Hirmersbühl" für den 9. September geplant sei. "Hoffentlich geht's bald los, ich hab schon ein paar Bauanfragen", freute sich Beimler.

Drachenflieger starten

Die Interessengemeinschaft der Drachenflieger Waldthurn-Vohenstrauß hat die luftfahrtrechtliche Erlaubnis zum Starten und Landen oberhalb des Badeweihers erhalten. Außerdem ließ die Firma Ostwind-Projekt-GmbH wissen, dass nach naturschutzfachlicher Beratung das Projektgebiet Waldthurn/Georgenberg aufgegeben werde.

"Obwohl noch nicht alle Geldleistungen eingegangen sind, beginnen die Asphaltierungsarbeiten in Frankenrieth", gab Beimler bekannt.

Erfreut zeigte sich das Gemeindeoberhaupt über den Start einzelner Projekte. So habe der Arbeitskreis zur Neugestaltung der Gemeinde-Homepage getagt. Das geplante örtliche Mitteilungsblatt nehme ebenfalls Gestalt an.

Bauer regte an, öffentliche Toiletten im alten "Bergmann-Haus" einzubauen. "Da dieses Gebäude jetzt doch nicht abgerissen wird, bietet es sich dafür an." Außerdem berichtete er über einen kaputten Kanalschacht beim Anwesen Malzer, der repariert werden müsse.

Maria Greim sprach sich für einen weiteren Tschechisch-Kurs aus - "eventuell auch für unsere neuen Mitglieder" - und wollte wissen, ob ein solcher eventuell gefördert werden könne. Beimler versprach, der Frage nachzugehen.

Äste fallen auf Straße

Abschließend sprach Martin Troidl die großen Bäume an der Fahrenbergstraße an. Kürzlich sei ein relativer großer Ast vor ihm zu Boden gefallen, klagte er. Anwohner bestätigten, dass es sich nicht um den ersten Ast handle, der abgebrochen sei. "Das Landratsamt hat bereits zugestimmt, dass die Bäume ab- beziehungsweise ausgesägt werden dürfen", berichtete Beimler. Diese Maßnahme gehöre zur Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde.

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