27.02.2018 - 20:00 Uhr
Waldthurn

Aus dem Marktrat Waldthurn Tiere, Plakate und Bauanträge

Der Gemeinderat begrüßt den Entschluss, den Vertrag mit dem Tierschutzverein Weiden erst ab 2020 zu kündigen. Grund ist ein Vorschlag der Kreisversammlung des Bayerischen Gemeindetages.

von Tanja PflaumProfil

Die derzeitigen Verträge laufen noch bis Ende 2018 und müssten daher bis 30. Juni gekündigt werden. Da es noch viele Fragen, beispielsweise über den Begriff "Fundtier", den Neubau des Tierheimes und die Zuständigkeit zu klären gibt, wird diese Frist verlängert. Damit ist genügend Zeit, Lösungen zu finden.

Der Antrag von Georg Stahl auf Aufstellen von Plakatständern stieß im Marktrat auf offene Ohren. Das Gremium beschloss eine "Verordnung über das Anbringen von Anschlägen und Plakaten und über die Darstellung durch Bildwerfer der Gemeinde Waldthurn", eine sogenannte "Plakatierungsverordnung". Zunächst sei das Ganze für Wahlplakate angedacht, um die "wilde Plakatiererei" einzuschränken. Die Räte beschlossen einstimmig, maximal zwei große Wände bereitzustellen.

Ebenfalls einstimmig sprach sich das Gremium für die Verwendung gemeindlicher Grundstücke als naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen zur Nutzung für das Ökokonto des Marktes aus. Laut Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde werden auf einer Parzelle im Bereich Fahrnbühl die vorhandenen Wildobstbäume freigestellt, außerdem erfolgt die Anreicherung mit Totholz. Entlang der Südseite erfolgt eine aktive Waldrandgestaltung für wärmeliebende Insekten. 50 Prozent der Gesamtfläche von 2333 Quadratmetern können als Ausgleichsfläche herangezogen werden. Bei einer kleineren Teilfläche (1730 Quadratmeter) ist eine extensive Grünlandnutzung vorgesehen. Die Restflächen können dann zusammen mit der bereits geschaffenen Streuobstwiese im Bereich "Buch" auf das gemeindliche Ökokonto verbucht und für weitere Ausgleichsmaßnahmen verwendet werden.

Gegen die Bauanträge von Josef und Michaela Pühler, Grubmühle 1 (Nutzungsänderung des vorhandenen Stallgebäudes zu einem Lagerraum für Reitzubehör), und Robert Bodensteiner, Albersrieth 62 (Anbau eines Melkgebäudes und Laufhofs an den bestehenden Milchviehstall), hatten die Räte keine Einwände. Zur Bauvoranfrage von Susanne Heizmann, Woppenrieth 11, auf Errichtung eines freistehenden, altersgerechten Einfamilienhauses mit Flachdach und Doppelgarage wurde festgestellt, dass auf diesem Grundstück der Kanal verläuft. Es wird zur Auflage gemacht, dass dieser nicht überbaut werden darf beziehungsweise bei Bedarf auf eigene Kosten verlegt werden muss.

Bürgermeister Josef Beimler wies darauf hin, dass wieder Vorschläge für den Sozialpreis des Landkreises Neustadt gesammelt werden. Außerdem können Vorschläge für den Umweltpreis 2016 und 2017 gemacht werden. "Endlich ist es soweit. Lange haben wir darauf gewartet", freute er sich. Am 16. April wird die Physiotherapie-Praxis Bauer im Gesundheitszentrum eröffnet.

"Angebotsschluss für die Ausschreibung des Mehrzweckfahrzeugs für die Feuerwehr ist am 27. Februar", gab Beimler bekannt. Erst wenn das Fahrzeug da sei, werde man das Tragkraftspritzenfahrzeug mit neuer Tragkraftspritze für die Feuerwehr Bernrieth in Angriff nehmen.

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