26.02.2018 - 20:00 Uhr
Waldthurn

Das geplante Gewerbegebiet Maienfeld muss nochmals verkleinert werden Drama hoch drei

Der Waldthurner Marktrat reicht den Antrag "Sanierung und energetische Optimierung des Lobkowitzschlosses und des Gemeindehauses" für das "EFRE"-Programm erneut ein. Nun heißt es abwarten.

Die Markträte wollen sich noch einmal für das EFRE-Programm bewerben und das überarbeitete Konzept zur energetischen Sanierung des ehemaligen Schwesternheimes (links) mit Rathaus und Lobkowitz-Schloss bei der Regierung einreichen. Bild: fla
von Tanja PflaumProfil

Einstimmig entschieden sich die Markträte für einen erneuten Versuch. Nachdem der Markt beim ersten Antrag "leider durchgefallen" war, informierte Bürgermeister Josef Beimler, wies die Oberste Baubehörde darauf hin, dass es eine zweite Chance geben könne. Detaillierte Unterlagen zu den energetischen Parametern sollten allerdings zusätzlich vorgelegt werden.

Deshalb wurde am 5. Februar eine ausführliche Begehung des Lobkowitz-Schlosses und des ehemaligen Schwesternheimes durchgeführt. Diverse Varianten werden in Betracht gezogen - so zum Beispiel könnte eine Photovoltaik-Anlage auf den Süddächern in das Gesamtkonzept mit einbezogen werden. Architekt Rudolf Meissner erläuterte den Markträten die einzelnen Posten. "Sollten wir in das Programm aufgenommen werden, so wollen wir zunächst innen sanieren."

Die Räte bestanden darauf, dass eine Beteiligung der Kirche gewährleistet sein müsse. Außerdem fragten sie an, inwiefern der Denkmalschutz mit im Boot sei. Das Denkmalamt sei informiert, so Beimler, und auch mit dem Kirchenpfleger sei schon gesprochen worden.

Kleineres Gewerbegebiet

Als "Drama hoch drei" bezeichnete Bürgermeister Beimler die Lage des geplanten Gewerbegebiets "Maienfeld". Weil die Regierung bei der öffentlichen Auslegung weiterhin Bedenken zum Standort äußerte, fand ein erneutes Gespräch im Finanzministerium in Nürnberg statt. Die beiden Vertreter des Ministeriums stellten dabei fest, dass die gemeindliche Planung mit dem geltenden Recht in Einklang zu bringen ist. Sie schlugen vor, die Fläche des Gewerbegebietes erneut sichtbar zu reduzieren. Architektin Susanne Augsten aus Naila fertigte daraufhin eine neue Skizze für diesen, nun kleineren, Bereich an, die man erneut vorlegen werde.

Schneller geht es in Sachen Bebauungsplanentwurf für das Wohngebiet "Am Badeweiher 3" voran. Einstimmig wurden die Änderungen der ersten Behördenbeteiligung gebilligt. Nun wird der Entwurf zur zweiten Beteiligung erneut ausgelegt. Der Bebauungsplan für das Wohngebiet Hirmersbühl wurde vom Landratsamt genehmigt. Hier allerdings muss der Markt noch einige Auflagen erfüllen. Die vom Landratsamt aufgeführten Maßnahmen müssen als textliche Festsetzungen vollständig in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Dem stimmte das Gremium zu.

Gesponsertes Taxifahren

Einstimmig wurde auch der Antrag von Gerhard Schönberger (Haselranken 25) auf Einbau eines Granit-Einzeilers im Bereich des Anwesens Neuenhammerstraße 1 genehmigt. Keine Einwände hatten die Markträte gegen einen Antrag von Dieter Malzer, Trad 2. Er möchte, dass der Bereich "Trad" im Rahmen der Dorferneuerung attraktiver gestaltet wird. In diesem Zusammenhang bat Bürgermeister Beimler um ein Treffen mit der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 vor der nächsten Marktratssitzung. Es soll die Tiefenplanung für die Dorferneuerung genau vorgestellt werden.

Die Verkaufszahlen aus dem vergangenen Jahr für das Projekt "Fifty-Fifty-Taxi" erfuhr der Marktrat zwar noch nicht, doch es gebe für das kommende Jahr noch einen Zuschuss von 50 Euro für das Projekt des Kreisjugendrings Neustadt. "Viele Jugendliche kennen das Angebot scheinbar nicht, sonst würden sie es öfter nutzen", sagte Georg Stahl. Er schlug vor, die Einrichtung in Jugendgremien noch besser publik zu machen.

Bürgermeister Josef Beimler informierte, dass in Spielberg 10 bei einem Gastank ein Baum entfernt werden müsse. "Die drei Bäume oberhalb des betroffenen Grundstückes wurden vom Fachagrarwirt Manfred Härtl besichtigt", sagte der Bürgermeister. Härtl hatte festgestellt, dass der mittlere Baum nicht mehr zu retten sei. Der Rathauschef merkte außerdem an, dass er solche Arbeiten oder Heckenrückschnitte oder ähnliches nur noch in Absprache mit den Fachstellen durchführt. "Trotzdem reagieren Mitbürger immer wieder verärgert - was ich aber nicht verstehen kann", so Beimler.

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