Gemeinderat Waldthurn nicht immer einig
Mittagsbetreuung wird teurer

In der Mittagsbetreuung ist, neben Mittagessen und Hausaufgaben machen, auch das gemeinsame Spielen wichtig. Die Kinder genießen diese Auszeit nach dem Schulvormittag. Bild: fla
Politik
Waldthurn
25.02.2018
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Nicht immer ganz einig sind sich die Markträte in der Februar-Sitzung bei den einzelnen Abstimmungen. Auch die Mittagsbetreuung an der Grundschule ist ein strittiges Thema.

Zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehört die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung in der Grundschule. Diese ist eine feste Einrichtung im Schulbetrieb geworden, merkte Bürgermeister Josef Beimler an. Deshalb möchte die Gemeinde die Mittagsbetreuung auch im kommenden Schuljahr in der bewährten Form fortsetzen. Nachdem das Defizit bei rund 15 000 Euro liegt, wird man aber um eine kleine Erhöhung der Beiträge nicht herumkommen.

Beimler ergänzte, dass der Staat im Schuljahr 2018/19 den Gemeinden ein Ganztags-Betreuungspaket anbieten will. Somit könne man die alten Preise noch einmal beibehalten. Dem widersprach Michael Steiner: "Aufgrund der aktuellen Lage und angesichts des Defizites finde ich eine moderate Anhebung der Beiträge sinnvoll." Dem stimmte auch die Mehrheit des Rats zu.

Keine Diskussion

Keine Diskussionen gab es bei den Themen, die das Wasserschutzgebiet betrafen. Die Gemeinde sei in der glücklichen Lage, Wasser aus der Steinwaldgruppe zu beziehen, einen eigenen Tiefbrunnen zu haben und die Kooperationen im Wasserschutzgebiet, merkte Bürgermeister Beimler an. Mit Christine Griesbach habe man eine Mitarbeiterin an der Seite, die ihr Fachgebiet beherrscht und "die Landwirte im Griff hat", merkte der Rathauschef schmunzelnd an.

Großes Lob habe man von den Fachstellen für die Demo-Anlage zum Zwischenfruchtanbau erhalten. Beimler gab ein großes Dankeschön an die Landwirte im Wasserschutzgebiet und an Georg Bocka, der die Anlage auf eigene Kosten betreibt, weiter. Aufgrund der Berechnung der Herbst-Beprobung ergab sich ein GesamtNmin-Wert (mineralisierter Stickstoff) von 44,57 Kilogramm pro Hektar. Dieser Wert liegt sogar noch unter dem angestrebten Sollwert von 45 kg/ha.

Einstimmig beschlossen die Markträte die Kooperationen fortzusetzen, den Deckelungswert 45 kg/ha festzulegen und im Frühjahr erneut eine Bodenbeprobung durchzuführen. Außerdem wird es keine Stickstoffdüngung nach der Haupternte geben. Mit zwei Gegenstimmen ging der Punkt "Nutzung des Anwesens Schlossgraben 1 durch das Landestheater Oberpfalz (LTO) für Aufführungen" über die Bühne. Im Rahmen des Wettbewerbes "LandKULTUR" möchte das LTO im Herbst 2018 bis Jahresende 12 Veranstaltungen abhalten. Nach einer Vorbesichtigung gilt es nun bauliche Veränderungen (Notausgang, Feuerschutz, Toiletten) abzuklären. Das LTO würde übernimmt die Versicherung der Veranstaltungen.

Hilfe beim Ausräumen

Der Besitzer erklärte sich mit der Nutzung einverstanden, ließ aber bereits anklingen, dass er die Hilfe des Marktes beim Ausräumen benötigen wird. Andreas Troidl stellte die Frage, wer denn die Kosten für die Errichtung des Notausganges und so weiter übernehmen werde, da es sich um ein privates Gebäude handelt. Beimler gab zu, dass hier die Gemeinde die Kosten tragen werde müssen. Roman Bauer sieht in dem "grundsätzlich eine gute Sache" - findet aber dennoch, dass die Summe geteilt werden müsste.

Der TV Vohenstrauß hatte eine Auflistung zum Jahresverlust 2017 beim Skilift Fahrenberg vorgelegt. Bereits im vergangenen Jahr hatte man bei den anliegenden Gemeinden um finanzielle Unterstützung gebeten. Das Waldthurner Gremium entschied, die Wintersaison abzuwarten und danach zu entscheiden.
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