Landestheater Oberpfalz will altes Raiffeisen-Anwesen nutzen
Waldthurner Kulturpalast

Das Landestheater Oberpfalz will das Anwesen "Alte Raiffeisen" zu einem Spielort machen. Bild: fla
Politik
Waldthurn
29.03.2018
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In das alte Raiffeisen-Anwesen in Waldthurn soll neues Leben einziehen. Und zwar kulturelles, denn das Landestheater Oberpfalz (LTO) will in dem Gebäude einige Stücke aufführen.

"Um eine Nutzungsänderung werden wir nicht herumkommen", gab Bürgermeister Josef Beimler in der Marktratssitzung bekannt. Zum Bewerbungsverfahren Land-Kultur hatten sich die Verantwortlichen Anfang März getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Das LTO werde das Haus "Alte Raiffeisen" (Schlossgraben 1) für 12 Aufführungen nutzen, informierte der Rathauschef. Das Gebäude werde auch an die Stiftung "Kulturerbe Bayern" weitergemeldet, da man auch eine Nachfolgenutzung durch das LTO vorweisen könne.

Die damaligen Gesprächsteilnehmer waren der Meinung, dass man noch andere Planer hinzuziehen könnte. Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) schlug hier noch ein bis zwei weitere Experten vor und sagte die gleiche Förderung für den Einsatz eines Architekten über das ALE wie beim Programm Land-Kultur zu, falls der Markt mit seiner Bewerbung scheiterte. Bisher habe sie von den angefragten Planern allerdings keine Zusage erhalten.

Um das Anwesen bespielbar zu machen, muss laut Landratsamt eine Nutzungsänderung beantragt werden, da mehr als 5 Veranstaltungen durch das LTO geplant sind. "Da kommen zwischen 1500 und 2000 Euro auf die Gemeinde zu", erklärte Beimler weiter. Mit drei Gegenstimmen beschloss das Gremium, die Änderung zu beantragen und zwei weitere Planer zu beauftragen.

Roman Bauer hofft hier auf Personen aus der Region und "nicht wieder jemand, der sich nur selbst darstellt". Michael Steiner schlug vor, mit dem LTO bezüglich der Kosten zu verhandeln, um diese vielleicht zu teilen. Hans-Peter Reil warf ein, dass die Besprechung, unter anderem mit dem heimatkundlichen Arbeitskreis, Anfang März "schon toll" war. "Es geht darum, einen Planer herzubringen, der alles mit anderen Augen sieht." Der Planer solle ja "nur" Vorschläge bringen.

In der Besprechung habe er auch darauf hingewiesen, dass er von Jugendlichen angesprochen wurde, dass an sie zu wenig gedacht werde. Hier wird es einen moderierten Jugendtag/Jugendworkshop über die Schule für Dorf- und Landesentwicklung oder mit dem ALE geben. Der heimatgeschichtliche Arbeitskreis (AK) benötige ebenfalls einen Raum für Zusammenkünfte und Lagermöglichkeiten. Der Bürgermeister schlug hier einen Kellerraum im ehemaligen Schwesternheim vor.

Den möchte AK-Mitglied Rudi Meißner eigentlich nicht nutzen. "Bis wir einen passenden Raum gefunden haben, könnt ihr ja den Sitzungssaal für eure Treffen nutzen", meinte Beimler. Eventuell finden sich ja später geeignete Räume - vielleicht sogar im Anwesen "Alte Raiffeisen".

Zum Projekt "Neun2727 Waldthurn - gut leben im Waldthurner Land" sagte Bürgermeister Josef Beimler, dass die Ergebnisse vorlägen und am Mittwoch, 18. April, vorgestellt werden. Dann ist auch die Verlosung. Der Rathauschef freute sich, dass von 527 Fragebögen 243 zurückgeschickt wurden (Rücklaufquote: 46,11 Prozent).

Die Erschließungsplanung für das Wohngebiet "Hirmersbühl" wurde einstimmig an Landschaftsarchitektin Susanne Augsten, Naila, vergeben. Das Angebot umfasst die Pflanzplanung und die Zuarbeit bei der Erstellung des Leistungsverzeichnisses für den Bereich Garten- und Landschaftsbau (Bruttokosten: 892,50 Euro). Ebenfalls ohne Gegenstimme genehmigte das Gremium die Ausschreibung zur Sanierung der Straße zwischen Waldthurn und Oberbernrieth durch den Verband für Ländliche Entwicklung. Die Maßnahme mit veranschlagten Gesamtkosten von rund 894 000 Euro ist bei der Regierung mit einer zuwendungsfähigen Summe von 755 000 Euro vorgemerkt. Als Zuschuss sind 430 000 Euro eingeplant. Für die Übernahme der Eigenleistung der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 für die Planungsleistungen des Verbands für Ländliche Entwicklung wegen der Sanierung (rund 21 000 Euro) und 10 Prozent Kostenbeteiligung der Gemeinde (rund 9300 Euro) stimmten alle Markträte. Lennesrieth erhält einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro zur Unterpflanzung der Hecken bei Lennesrieth.

Zuschüsse für Kita und KrippeAußerdem lagen dem Marktrat die Endabrechnungen der kindbezogenen Förderungen nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) für den Bewilligungszeitraum Januar bis Dezember 2017 für Kindertagesstätte (Kita) und Kinderkrippe vor. Es errechnet sich eine Fördersumme in Höhe von 198 949,93 Euro für die Kita (vom Markt zu tragen: 10 059,60 Euro). Für die Kinderkrippe kam ein Zuschuss von 64 371,78 Euro zusammen (vom Markt zu tragen: 2797,78 Euro).

Die Mehrausgaben sind in beiden Einrichtungen durch die teilweisen Erhöhungen der Buchungszeiten gegenüber dem Abschlagsantrag entstanden. Das Gremium genehmigte die Abrechnungen, nun kann der Zuschussantrag beim Landratsamt eingereicht werden. (fla)
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