27.04.2017 - 16:50 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurner Räte gegen provisorische Ausbesserung der Schlossfassade Putz bröckelt weiter

Die Ausweisung der Baugebiete in Waldthurn bereitet nach wie vor Probleme. Schnell entschieden ist dagegen im Gemeinderat eine andere Angelegenheit: Die Fassade des Lobkowitzschlosses bleibt vorerst wie sie ist und wird nicht provisorisch ausgebessert.

Einem "Fleckerlteppich" gleicht die Ortsdurchfahrt in Lennesrieth. Nach den Bauarbeiten im Rahmen des Breitbandausbaus ist eine komplette Wiederherstellung nötig.
von Tanja PflaumProfil

"Andere Orte weisen ein Baugebiet nach dem anderen aus, und wir haben solche Probleme", merkte Bürgermeister Josef Beimler zur Bauleitplanung im Bereich Hirmersbühl, Maienfeld sowie am Badeweiher 3 an. Deshalb habe es ein erneutes Gespräch bei der Regierung der Oberpfalz gegeben. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass die Regierung mit der Bauleitplanung im Bereich Am Badeweiher 3 völlig einverstanden ist.

Bei der zweiten Flächennutzungsplanänderung "Hirmersbühl" soll der obere Bereich wegen Bedarfsberechnung herausgenommen werden, die restliche Erschließung soll in zwei Abschnitten stattfinden. Im Zusammenhang mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets in Maienfeld sollen erneut alternative Standorte geprüft werden. Man werde die Bauleitplanungen weiter vorantreiben, sagte Beimler. Alois Weig hatte zudem Bedenken, die Erschließung im Bereich Hirmersbühl in zwei Abschnitten durchzuführen. Er befürchtet, dass potenzielle Bauherren abspringen.

Beitritt besiegelt

Eine längere Diskussion löste die Frage nach dem Beitritt zum Zweckverband zum Unterhalt der Gewässer dritter Ordnung oder Beibehaltung der bisherigen Gewässerpflege in Eigenregie unter Mitarbeit der Anlieger aus. Der Rathauschef informierte, dass für den Einsatz des Gemeindebaggers 76,30 Euro pro Stunde verrechnet würden. Laut Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Zweckverbands beträgt der Preis beim Verband 78,12 Euro pro Stunde. Anlieger könnten weiterhin kostenlos mitarbeiten. Auch können Eigenleistungen des Bauhofs in Rechnung gestellt und dann der Zuschuss abgerechnet werden. Für die Mitgliedschaft wird eine jährliche Umlage in Höhe von rund 2000 Euro beansprucht. Davon bleiben nur 5 Prozent beim Verband, der Rest wird dem Markt als Guthaben angerechnet. Die Mehrheit war für einen Beitritt.

Experte rät ab

Weiter ging es mit Putz- und Anstrichausbesserungen an der Ost- und Südfassade des Lobkowitz-Schlosses zum Heimatfest. Zunächst hatte der zuständige Konservator beim Landesamt für Denkmalschutz keine Probleme damit, empfahl aber, einen Restaurator hinzuzuziehen. Dieser riet von einer provisorischen Ausbesserung ab. Einstimmig beschloss das Gremium, das Gebäude im jetzigen Zustand zu belassen.

Zur Errichtung der Stellplätze im Bereich des alten Rathauses müssen noch einige Dinge geklärt werden. Auf jeden Fall wird die Fläche für das Heimatfest noch soweit hergerichtet, dass man sie bereits als Parkfläche nutzen kann. Die Wiederherstellung von Gemeinde- und Ortsstraßen nach den Verkabelungsarbeiten stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Beispielsweise ist die Ortsdurchfahrt in Lennesrieth mittlerweile ein wahrer Flickenteppich und in einem miserablen Zustand. "Diese Straße müsste man komplett wiederherstellen", stellte Beimler fest. Auch in Ottenrieth und Woppenrieth müsse man sich die Straßen noch einmal genau anschauen und eventuell anteilsmäßig oder ganzflächig wiederherstellen. Dem stimmten auch die Markträte zu.

Zu den Bauvorhaben merkte der Rathauschef an, dass es sich jeweils um genehmigungsfreie handelt. Martin Bauriedl und Alexandra Meier, Am Badeweiher 12, beantragten die Freistellung vom Bebauungsplan für die Errichtung eines Carports und zwei Scheunen. Bernd und Ina Müller, Bernriether Straße 37, wollen einen Pool bauen. Beide Vorhaben erhielten einstimmig grünes Licht.

Mitteilungen

In seinen Mitteilungen informierte Bürgermeister Josef Beimler über die Beteiligung des Marktes am Wettbewerb "Kerniges Dorf". Des Weiteren entschied sich das Gremium nach eingehender Diskussion für eine von drei, von Architekt Meißner vorbereiteten, Varianten des neuen Begrüßungsschildes für die Ortseingänge.

"Nach einem Jahr sind leider die Fahnen am Rathaus kaputt", berichtete Beimler. Für das Heimatfest werden vier neue angeschafft. Andreas Troidl erinnert daran, die weiß-gelben Wimpel für den Marktplatz gleich mitzubestellen.

Die Linden am Dorfplatz in Woppenrieth müssen saniert werden. Das Landratsamt möchte hier zunächst ein Gutachten des Baumsachverständigen. Roman Bauer wollte wissen, ob die öffentliche Toilette zum Heimatfest fertiggestellt ist. Bürgermeister Beimler konnte dies bejahen. (fla)

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