05.03.2018 - 15:52 Uhr
Waldthurn

Feuerwehr Waldthurn für Zukunft gerüstet Bäumler bleibt Kommandant

Sechs Jahre sind seit der letzten Kommandantenwahl vergangen. In der Dienst- und Generalversammlung geht es unter anderem um dieses Thema. Aber auch sonst tut sich bei der Waldthurner Wehr einiges.

Der Feuerwehr-Vorstand, Bürgermeister Josef Beimler (Vierter von rechts) und Kreisbrandmeister Martin Weig (Dritter von rechts) gratulieren den im Amt bestätigten Kommandanten Michael Bäumler (Sechster von links) und Alexander Kleber (Sechster von rechts). Bild: fla
von Tanja PflaumProfil

30 Aktive wählten Michael Bäumler zum Kommandanten. Sein Stellvertreter bleibt Alexander Kleber. Zunächst blickte Vorsitzender Andreas Troidl auf das Jahr zurück. Der Verein zählt aktuell 236 Mitglieder, aufgeteilt auf 16 jugendliche, 58 aktive, 128 passive und 32 fördernde Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder. "Höhepunkt für uns war mit Sicherheit das Heimatfest der Marktgemeinde", merkte Troidl an. In einem kurzen Ausblick wies er auf die Rama-dama-Aktion (11. April), Florianstag (5. Mai) sowie das zweitägige Frühlingsfest (11. und 12. Mai) hin.

Die Feuerwehr rückte zu 47 Einsätzen aus, informierte anschließend Bäumler. Darunter waren 3 Brandeinsätze, 6 Sicherheitswachen und 37 technische Hilfeleistungen. Insgesamt wurden 445 Kilometer zurückgelegt und 546 Einsatzstunden erbracht. Auch die Ausbildung der Mitglieder ist ein wichtiger Punkt. So bildete sich ein Kamerad zum Gruppenführer, zwei zum Zugführer und vier zum Maschinisten fort. Eine interne Maschinistenübung mit Fahrertraining hatte Josef Pflaum senior im Oktober angeboten. Hinzu kommen die monatlichen Übungen und Unterrichte für die gesamte Wehr, die Leistungsabzeichen und die Fortbildungen der Absturzsicherungsgruppe, berichtete der Kommandant.

Die Feuerwehr verfügt über 16 Atemschutzträger. Hier hatte Bäumler jedoch eine kleine Rüge anzubringen: "2017 wurden leider nicht alle vorgeschriebenen Pflichtübungen besucht. 2018 wollen wir das allerdings ändern." Besonders stolz sei man auf die Jugendfeuerwehr, die sich sehr aktiv bei der Feuerwehr einbringt. Rund 2000 Euro konnte man der Gemeinde sparen, weil man erneut Ausrüstungsgegenstände aus der Feuerwehrkasse finanziert hat.

Bäumler danke unter anderem den Wehren Waldkirch, Roggenstein und Altenstadt bei Vohenstrauß, die die Waldthurner beim Festzug des Heimatfests unterstützt haben. "Andere haben sich lieber ins Festzelt gesetzt", fügte er an.

Bericht der Jugend

Jugendsprecherin Anna-Marie Holfelner berichtete über die Arbeit der Jugendfeuerwehr. "Im Moment besteht die Gruppe aus zwei Mädchen und vier Buben." Die wöchentlichen Übungen seien fleißig besucht. Leider habe man bei der Schnupperübung im September keine neuen Mitglieder rekrutieren können. Weiter informierte sie über verschiedene Aktionen (Zwölf-Stunden-Übung, Wissenstest, Zeltlager) der Gruppe. Ihr Dank galt allen, die immer mit Rat und Tat zur Seite standen, damit die Jugend eine solide Grundausbildung erhält.

Seinen ersten Kassenbericht hatte Matthias Schön vorbereitet. Trotz vieler Ausgaben sei ein kleines Plus erwirtschaftet worden. "Man merkt allerdings, dass das Frühlingsfest gefehlt hat", betonte er.

Nächstes Ehrenmitglied

Troidl hatte noch einige Punkte auf der Tagesordnung. Der erste betraf die Bestimmung der Ehrenmitglieder. Der Vorsitzende möchte den Satzungstext um den Zusatz "Das Mitglied muss das 65. Lebensjahr vollendet haben" erweitern. Dem stimmten die Versammlungsteilnehmer zu. Auch der Vorschlag, Helmut Gollwitzer (langjähriger Kommandant der Feuerwehr) beim nächsten Florianstag zum Ehrenmitglied zu ernennen, wurde angenommen. Die bisher mündliche Vereinbarung zum Spalierstehen bei Hochzeiten wurde auf Empfehlung des Verwaltungsrats etwas modernisiert. Bürgermeister Josef Beimler verkündete stolz: "Hier sieht man gelebte Solidarität." Es sei nun einmal nicht selbstverständlich, sich für andere einzusetzen. "Ohne die Feuerwehr wäre wesentlich weniger los in der Gemeinde", war sich Beimler sicher. Er dankte für die Instandhaltung von Haus, Fahrzeugen und Geräten. Außerdem berichtete er über die Ausschreibung des Mehrzweckfahrzeugs (MZF) und war zuversichtlich, dass in der März-Sitzung des Marktrats ein Beschluss gefasst werden kann.

Kreisbrandmeister Martin Weig bemerkte, dass "in Waldthurn ganz schön was los ist." Vor allem freue es ihn, dass die Jugend mit so viel Herzblut dabei ist. Weiter dankte er allen, die auf Landkreisebene als Ausbilder unterwegs sind. "Mit dem MZF geht es endlich nach einigen Hürden in den Endspurt", freute sich der Kreisbrandmeister. Danach könne man in den Ortsteilwehren weitermachen.

Wünsche und Anträge

Beim Punkt "Wünsche und Anträge" meldete sich Jugendwart Josef Pflaum senior zu Wort. Er schlug vor, das Eintrittsalter für Jugendliche zu überdenken. Der dreitägige Vereinsausflug führt nach demokratischer Abstimmung Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Der Kommandant hatte am Ende noch eine Bitte: "Wenn der Funkwecker pfeift, rückt doch mit aus, wenn ihr daheim seid." Es werde immer schwieriger, vor allem tagsüber, eine Mannschaft zu stellen.

Außerdem informierte er über eine Katastrophenschutzübung Anfang Juni in Cham, bei der die Waldthurner mit dem Schlauchwagen vor Ort sein werden. (fla)

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