Priester feiern Patrozinium und Priesterjubiläum auf dem Fahrenberg
Begegnung mit Gott

Das Patrozinium der Wallfahrtskirche "Mariä Heimsuchung" und das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Martin Rupprecht (Altarmitte) feierten Pfarrer Marek Baron (am Altar rechts) und Pater Felix Meckl (am Altar links) mit zahlreichen Kirchenbesuchern. Bild: gz
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Waldthurn
04.07.2017
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In der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg feiert Pfarrer Marek Baron das Patrozinium. Im Mittelpunkt steht aber auch ein Eslarner.

Waldthurn/Eslarn . (gz) Die Verbindung nach Eslarn stellt die 1956 auf dem Ostgiebel der Fahrenbergkirche angebrachte vergoldete Marienstatue her, die nicht nur über den ehemaligen Eisernen Vorhang nach Böhmen, sondern sozusagen auch in Richtung Eslarn blickt. In einer Messfeier am Sonntagvormittag feierten die Gläubigen sowohl das Patrozinium als auch das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Martin Rupprecht.

Der damals 28-jährige Eslarner wurde am 27. Juni 1992 durch Bischof Manfred Müller in Regensburg zum Priester geweiht und wirkt seit 1994 als Pfarrer in Wien. Das Jubiläum feierte er in Konzelebration mit Pfarrer Marek Baron aus Waldthurn und Pater Felix Meckl aus Eslarn in der Wallfahrtskirche am Fahrenberg.

Aus Eslarn waren Gemeindevertreter, kirchliche Vereine und Organisationen, eine Fahnenabordnung der Kolpingsfamilie, der Frauenbund sowie zahlreiche Pfarrangehörige angereist. Nach dem Einzug der Priester mit den Ministranten zum Altar erinnerte Pfarrer Baron an das Patrozinium der Wallfahrtskirche. In einem Pfarrbericht von 1816 heißt es: "Im ganzen Königreiche ist keine Wallfahrt berühmter und weit und breit besuchter." Ein Angehöriger eines Ordens soll nach der mündlichen Überlieferung 1204 aus dem Heiligen Land eine Muttergottesstatue mitgebracht haben, für die man eine Kapelle baute, zur Verehrung aufstellte und bei Wallfahrten aufsuchte.

In der Festpredigt erinnerte Pfarrer Rupprecht an seine Jugendzeit, die Wallfahrten und Jugendtage mit seinen Eltern am Fahrenberg. Der "heilige Berg der Oberpfalz" war für die Familie Rupprecht des Öfteren Ziel so mancher Fußwallfahrt und berge viele Erinnerungen. "Insofern habe ich mich entschlossen, den Dank für mein 25-jähriges Priesterjubiläum beim Fahrenberg-Patrozinium zu begehen."

Jede Wallfahrt sei für einen Pilger eine Begegnung mit Gott und mit anderen Menschen. Er halte Begegnungen mit anderen Menschen für sehr wichtig und sehe im früher verbreiteten bayerischen Gruß "Mach's guad" aufbauende und beruhigende Worte für die Menschen.

Der Geistliche pflege die Freundschaften und Kontakte mit anderen Menschen nicht nur in der Oberpfalz und in Wien, sondern auf seinen vielen Reisen in nahe und ferne Länder. Nach einigen Lauten von anwesenden Kleinkindern wies der Prediger spontan auf eine Botschaft von Papst Franziskus bei einem Treffen mit 4000 Priestern hin: "Kindergeschrei ist besser als manche Worte. So sind ungeplante Störungen auch Botschaften und Spuren Gottes in unserem Leben."

Einen Dank richtete der Prediger an die Geistlichen, die Ministranten und alle Anwesenden: "Lasst nicht nach, denn der Glaube ist ein Geschenk Gottes." Mit einem persönlichen Händedruck verabschiedete sich Pfarrer Rupprecht vor der Kirche von jedem einzelnen Besucher.

Kindergeschrei ist besser als manche Worte.Pfarrer Martin Rupprecht
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