Neue Talk-Show mit dem Weidener Thorsten Otto im Bayerischen Fernsehen - Christian Ulmen erster ...
"Das wird ein Blick durchs Schlüsselloch"

Thorsten Otto ist ab September auch im Fernsehen zu sehen. (Bild: BR)

Mehr als 1200 Gäste hat Thorsten Otto bereits interviewt. Der 50-jährige Weidener ist seit sechs Jahren Talkmaster der Sendungen "Mensch Otto" und "Stars und Hits" auf Bayern 3. Otto ist für den Deutschen Radiopreis 2014 in der Kategorie "Bestes Interview" nominiert. Ab September ist der Radio-Mann auch im Fernsehen zu sehen. Uns hat er Details zum Konzept der Sendung erzählt.

Zunächst vier Mal kommt "Mensch Otto", immer sonntags um 23.15 Uhr, immer 30 Minuten lang. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der Oberpfälzer über das Konzept der Sendung.

Am 21. September geht's los. Wer wird denn der erste Gast sein?

Otto: Christian Ulmen. Ich kenne ihn nicht persönlich, habe aber gehört, dass er ein sehr umgänglicher Typ sein soll. Ein guter Schauspieler sowieso.

Wer steht denn noch auf der Wunschliste?

Otto: Iris Berben, Nora Tschirner und Thomas Gottschalk. Das sind schon 1a-Promis. Aber wer kommt, steht noch nicht endgültig fest.

Es sind vier Sendungen bis Weihnachten geplant. Wovon hängt eine Fortsetzung 2015 ab?

Otto: Naja, wir müssen erstmal in aller Ruhe schauen, wie es läuft, ob wir zufrieden sind. Es wird viel improvisiert werden.

Die Einschaltquoten sind also nicht entscheidend?

Otto: Wenn jeder Zehnte zuschaut, wäre ich schon zufrieden, ganz ehrlich. Man hat natürlich beim Fernsehen den täglichen Gradmesser bei den Quoten. Im Radio ist das nur zweimal im Jahr die Mediaanalyse. Aber ich bin in einer privilegierten Situation. Ich habe meine Radiosendung, das ist für mich jedesmal wie Kindergeburtstag. Ich habe stundenlang den Spaß meines Lebens.

Was wird in der TV-Sendung anders als im Radio?

Otto: Nicht viel. Wir bringen sonntags von 9 bis 12 Uhr das Gespräch im Radio, später abends dann im Fernsehen. Die Leute können sich dann die komischen oder traurigen Momente auch ansehen. Vielleicht lässt mancher Gast seine Maske fallen. Ich kann in der Früh auch die Sendung gleich selbst promoten, das ist nicht schlecht ...

Was war ein besonders emotionaler Moment, der Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Otto: Götz Alsmann hat in der Sendung geweint, wir mussten das Interview abbrechen. Da war erst vor kurzem ein guter Freund von ihm gestorben, es kamen wieder die Erinnerungen hoch bei ihm. Er wollte das nicht rausschneiden. Das passt schon so, hat er gesagt.

Sie gelten immer als sehr gut vorbereitet bei den Gesprächen.

Otto: Das muss auch sein. Meine beiden Redakteurinnen leisten da tolle Arbeit. Es wird jedenfalls ein lustiges Experiment im Fernsehen. Vor zehn Jahren wollte ich nicht unbedingt auf den Bildschirm. Jetzt probieren wir es halt mal. Es kann alles passieren. Es muss nicht perfekt sein. Das wird für die Zuschauer ein Blick durchs Schlüsselloch.

Was passiert, wenn die Sendung ein Super-Erfolg wird? Wenn die ARD mit einer Talksendung zur besten Sendezeit winkt?

Otto: Natürlich bin ich ehrgeizig. Aber ganz ehrlich, ich weiß nicht ob ich es machen würde. Es wäre schon viel Schmerzensgeld dabei. Ich bin nicht richtig scharf darauf. Ich kann mich immer frei und weitgehend unerkannt bewegen. Das möchte ich ungern aufgeben.

Sie leben mit Ihrer Frau, Ihrer neunjährigen Tochter und Ihrem zweijährigen Sohn in Tutzing am Starnberger See. Wie oft kommen Sie noch in die Oberpfalz?

Otto: Drei bis viermal im Jahr fahren wir nach Weiden. Bei der Oma gefällt's den Kindern immer. Zum Glück ist sie noch ziemlich fit.
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