24. Weidener Kinderbürgerfest begeistert Veranstalter und Besucher
"Ein Traum-Fest"

Freizeit
Weiden in der Oberpfalz
16.07.2017
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Im Lauf des Tages werden sie immer mehr: die Kinder mit den bemalten Gesichtern.

Hinter jedem Baum im Max-Reger-Park wartet beim 24. Kinderbürgerfest etwas Spannendes. Ein Traum für Sportler, Bleifüße oder Prinzessinnen. Und für kleine Adrenalinjunkies.

Ein Motorboot rauscht heran. Wellen schlagen an der Steintreppe auf, Wasser spritzt in die Luft. Die Männer auf der ersten Stufe drehen sich weg, schützen ihre Fotoapparate - mit denen haben sie gerade ihre Sprösslinge abgelichtet. Das Motorbootfahren ist auch heuer wieder der Renner am Kinderbürgerfest. Max (5), Jannik (9) und Sophie (6) sind begeistert. "Wir sind so schnell gefahren, dass ich fast weggeflogen wäre", sagt Jannik. "Das war geil."

Findet Oberbürgermeister Kurt Seggewiß wohl auch, nur wählt er andere Worte: "Das ist das schönste Fest. Weil man keine Kinder am Handy oder Gameboy sieht." Die Kids seien anderweitig beschäftigt. Stimmt. Stattdessen halten die Kleinen andere Dinge in ihren Händen: Lutscher, Luftballons, Tennisschläger oder einen Football. Letztere fliegen über den Rasen des Realschulsportplatzes - und landen schon mal auf der Kartbahn nebenan, wo die kleinen Rennfahrer durch einen Pylonendschungel knattern.

Weiter geht's durch den Max-Reger-Park. Rechts riecht es nach Falafel, links bruzzelt die Pommes-Friteuse. Durch Luftballons und Köpfe blinkt blaues Licht. Die Polizei. Ein Notfall? Nein, dient zur Unterhaltung der Kleinen. Die stehen Schlange, um einmal in einem Polizeiwagen oder auf einem Polizeimotorrad zu sitzen. Drei Stände weiter die nächste Irritation: Tack-Tack-Tack, schallt es aus einem Pavillon heraus. Eine Partymenge, die eine Kiste Klopfer leert? Erneut: nein. Hier werden Rasseln gebastelt, Kinder hämmern Nägel in Kronkorken und ein Stück Holz.

Nicht so viel Rummel


Im Gegensatz zum Weidener Bürgerfest gibt es am Kinderbürgerfest natürlich keine Trinkgelage. "Wir haben bewusst zwei verschiedene Veranstaltungen", sagt Bürgermeister Lothar Höher. Der Rummel am Bürgerfest sei einfach zu viel für die jüngsten Einwohner Weidens. "Das ist eine gute Lösung."

Zukünftige Wissenschaftler stapfen derweil einen kleinen Hügel hoch, zum Stand des Geo-Zentrums an der KTB. Jungs blicken durch Mikroskope auf Sandkörner. Leiter Frank Holzförster erklärt: "Wir experimentieren hier mit allem rund um den Stein." Und mit Süßigkeiten: Ein Bub lässt per Druckversuch einen Schokokuss aufblähen.

Kinder musizieren wild


Einer der meistgehörten Sätze des Tages dürfte wohl der sein: "Mama, schau mal." Oder eben: "Papa, schau mal." An jeder Ecke wartet etwas Aufregendes, etwas Neues. Denn: Wann kann man schon mit einem Kran auf 30 Meter Höhe gehievt werden? Plötzlich schreckt das Ohr auf: Trööööööt, Peng, Peng, Tröööt, Tusch! Vier Kinder versuchen sich an den Instrumenten der Jugendblaskapelle, blasen einfach rein oder trommeln wild herum. Ein Mädel stemmt sich gegen die Fußmaschine des Schlagzeugs - aber keine Chance: Die Kleine ist zu leicht, ein Ton kommt nicht heraus. Musik auch am anderen Ende des Parks. Und kräftiger Applaus. Soeben haben die DJK-Sportakrobaten ihren Auftritt beendet. Auf zwei Bühnen wird getanzt, gesungen und gespielt. Die "Bounce Dancesociety", die Tanzgruppe "DI&DI", das Ballett "Viva24", die Hip-Hopper aus dem Jugendzentrum, D'Altbairischen, Konfetti und die King-Size-Youngsters begeistern das Publikum.

Organisator Ewald Zenger ist begeistert: "Ein Traum-Fest. Ich bin total glücklich. Alles hat gepasst, nichts ist passiert. Die Leute waren narrisch gut drauf." Nur eins habe ihm leidgetan: "Wenn die Kids so lang anstehen mussten." So wie Max, Jannik und Sophie vorm Motorbootfahren. Für sie aber kein Problem: "Das hat sich auf jeden Fall gelohnt."

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