24.04.2017 - 20:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

81. Frühlingsfest steht in den Startlöchern Das große Rad drehen

Das große Ding ist wieder da: Nach einem Jahr Pause kehrt das Riesenrad zurück aufs Frühlingsfest - höher als je zuvor. Ein neues Fahrgeschäft macht ihm aber Konkurrenz. Und auch sicherheitstechnisch haben sich die Veranstalter etwas einfallen lassen.

Peter Rackl steht vorm neuen, noch größeren Riesenrad. Der Marktmeister ist der Verantwortliche vor Ort, stellt aber öfter klar: "Das ist nicht mein Fest, sondern das der Stadt Weiden. Ich bin nur Bediensteter." Bild: Schönberger
von Julian Trager Kontakt Profil

Das Festgelände an der Conrad-Röntgen-Straße gleicht am Montagmorgen einer Geisterstadt. Die Buden stehen verlassen nebeneinander, überall sind die Rollos unten. Das Kinderkarussell ist von einer blauen Plane abgedeckt. Das Riesenrad, das schon von weitem zu sehen ist, steht still. Vereinzelt ein Scheppern, Bohren, Hämmern. Ansonsten Ruhe vor dem Sturm.

45 Meter über Weiden

Am Freitag, 28. April, ist es wieder so weit: Das Frühlingsfest startet, zum 81. Mal. Zehn Tage feiern, kreischen, essen. Die Vorbereitungen laufen. "Es wird bis unmittelbar vor Festbeginn gewerkelt", erklärt Marktmeister Peter Rackl, Ansprechpartner der Stadt in Sachen Frühlingsfest. "Das ist ja auch ein enormer Aufwand." Die meisten Geschäfte stehen aber schon. Wie das Riesenrad, 45 Meter hoch. Früher seien es immer rund 40 Meter gewesen, sagt Rackl. "Das Ding forderte acht Transporte hierher. Das ganze Eisen ist ja in seine Einzelteile zerlegt." Im letzten Jahr fehlte ein Riesenrad wegen technischer Probleme. "Das ist natürlich schwer zu kompensieren. Schon alleine wegen der imposanten Skyline, die durch Riesenräder entstehen."

Das große Radl ist aber nicht das einzige Mega-Fahrgeschäft. Die XXL-Schaukel "Höhenrausch" kommt ebenfalls auf 45 Meter. "Das ist mal eine Ansage", findet Rackl. "Wir sind unwahrscheinlich stolz, dass wir diese Neuheit bieten können." Denn: "Weiden ist ja nicht der Nabel der Welt." Und trotzdem kämen die Schausteller aus der ganzen Republik. "Wir sind für Schausteller ein wichtiger Eckpunkt auf ihren Tourneen geworden", sagt Peter Rackl.

Aus 450 Bewerbungen habe das Organisationsteam 45 Schausteller ausgewählt, die 50 Geschäfte betreiben. Nicht selten finde man diese auch auf dem Münchener Oktoberfest. So wie "Jumanji", auch neu auf dem Frühlingsfest. "Ein 3D-Irrgarten." Ebenfalls zum ersten Mal in Weiden: Das Loopingkarussell "Roll Over". "Da überschlagen sich die Fahrgäste und fahren kopfüber. Da wird keine Oma reingehen." Für die älteren Gäste gibt's aber auch einiges: "Unser Angebot ist ausgewogen. Da ist für jeden was dabei." Ob traditionelle Schiffsschaukel oder Fred-Feuerstein-Bahn - die Kinder werden ihren Spaß haben.

Stadt hat eigene Gondel

Ein Institution auf dem Frühlingsfest sei mittlerweile das "Breakdance". Ein Stammgeschäft. "Wir haben da sogar eine eigene Weidener Gondel." Denn jeder größere Spielort bekomme seine eigene. Das Frühlingsfest in der Max-Reger-Stadt ist dabei. Wie immer gibt's auch ein eigenes Festbier. Die Mass kostet heuer 7,90 Euro. Und wird im 2000-Mann-Zelt ausgeschenkt. Dort wird aber nicht nur getrunken, sondern auch geklatscht, geschunkelt und gesungen. Jeden Abend spielt eine Musikgruppe. "Keine 08/15-Bands. Das sind richtig gute. Die haben es schon in sich."

Das Sicherheitskonzept sei dieses Jahr weiter verfeinert worden. "Die Stadt hat schon immer strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen", versichert Rackl. Wie im Vorjahr werden die Besucher an den drei Eingängen kontrolliert. Zum ersten Mal habe man auch Zäune aufgestellt, damit der Zugang kontrolliert werden kann. Zudem werden vor dem Haupteingang dicke Betonpoller postiert. "Damit man nicht so viel Geschwindigkeit aufnehmen kann."

Programm im Festzelt

Freitag, 28. April: 18 Uhr Ankunft des Festzugs, 18.30 Uhr Bieranstich durch OB Kurt Seggewiß, ab 19.30 Uhr "Rotzlöffl", 22 Uhr Eröffnungsfeuerwerk; Samstag, 29. April: 19 Uhr "Stieflziacha"; Sonntag, 30. April: 15 Uhr zünftige Unterhaltungsmusik, 20 "Members"; Montag, 1. Mai: 15 Uhr zünftige Unterhaltungsmusik, 19 "Freistaat Live"; Dienstag, 2. Mai: 19 Uhr D'Lausnigl; Mittwoch, 3. Mai (Familientag, bis 20 Uhr halbe Fahrpreise und reduzierte Preise): 19 Uhr "Surprise"; Donnerstag, 4. Mai: Partyband "Highline"; Freitag, 5. Mai: 19.30 Uhr: "Die Ganoven", 22 Uhr Brilliantfeuerwerk; Samstag, 6. Mai: 19 Uhr "Musikuss"; Sonntag, 7. Mai: 15 Uhr Unterhaltungsmusik, 19 Uhr "Montana". (jut)

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.