18.03.2018 - 12:04 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Beeindruckender Bildbericht von Christina Reil beim Alpenverein Auftauchen über dem Wolkenmeer

Ihr Praxissemester in Ecuador ist gespickt mit Höhe-Punkten. Buchstäblich. Denn Studentin Christina Reil besteigt einen Berg nach dem anderen.

Hochgefühle auf dem Chimborazo, Ecuadors höchstem Berg: Christina Reil genießt ein überwältigendes Panorama. Bild: exb/Christina Reil
von Autor FEIProfil

Beim Monatstreffen des Weidener Alpenvereins berichtete die 21-jährige Studentin Christina Reil von Bergtouren, die sie 2017 in Ecuador unternommen hatte. Arbeitsfreie Tage während eines Praxissemesters nutzte sie intensiv, um das Land kennenzulernen. Eine Tour führte sie in den Nationalpark El Cajas, der durch Hunderte idyllisch gelegene Seen besticht. Tolle Aufnahmen zeigte Reil von der Besteigung der Vulkane Guagua Pichincha (4794 Meter) und Rucu Pichincha (4690).

Als besonders beeindruckend empfand Reil den Ausblick auf den Cotopaxi, mit knapp 5900 Metern einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Eine weitere abwechslungsreiche Wanderung unternahm sie zum Cuicocha, dem Meerschweinchensee. Ehrgeizig bereitete sie sich auf die die höchsten Berge Ecuadors vor, unter anderem in einer Laufgruppe.

Ein Höhepunkt war ein Trip in den Nationalpark Cotopaxi, wo das Panorama mit dem fast 5900 Meter hohem Berg faszinierte. Zwei Wochen später stand sie stolz auf dem Gipfel ihres ersten 5000ers: dem Ilinizas Norte in den West-Kordilleren. Kurz darauf wollte sie auf den Antisana (5720 Meter). Da aber der Wind enorm zulegte, entschieden die Bergführer abzubrechen. Am Lagerplatz fanden die Tourengänger ihre Zelte vom Wind zerfetzt vor und verbrachten die Nacht bibbernd. Reil erzählte, dass sie vom Zähne zusammenbeißen noch Tage danach einen Muskelkater im Kiefer gehabt habe. Ihr letztes Wochenende krönte sie mit einem absoluten Highlight: eine Tour auf den über 6200 Meter hohen Chimborazo, Ecuadors höchstem Berg. Ab etwa 6000 Metern Höhe war die Route extrem steil, und die letzten 200 Höhenmeter waren reine Willenssache. Kurz vor acht Uhr morgens war die Freude dann riesengroß, Reil stand auf dem Gipfel und genoss ein gigantisches Panorama über dem Wolkenmeer.

Abschließend gönnte sich Reil noch einen Abstecher nach Peru, unter anderem auf den Yanapaccha (5460). Die Bergfreunde in der Gaststätte Postkeller dankten der Bergsteigerin für den kurzweiligen Vortrag mit viel Applaus. Reil verwies auf ihren Internetblog: www.aufdenbergenumdiewelt.wordpress.com.

Vorsitzender Stefan Schönberger kündigte die nächsten Termine an: 14. April Arbeitseinsatz an der Steinwaldhütte mit Holz- und Reinigungsarbeiten. 22. April MTB-Saisonauftakt mit Tobias Lorenz auf einer abwechslungsreichen Strecke von Amberg nach Nürnberg (nähere Infos und Anmeldung unter tobias.lorenz[at]dav-weiden[dot]de).

Weidener Hütte im "Alpin"

In der Februar-Ausgabe des Bergmagazins "alpin" widmet sich eine Reportage den Wintersportmöglichkeiten rund um die Weidener Hütte in den Tuxer Alpen. Skibergsteiger hätten dort die Qual der Wahl, heißt es: jede Menge Gipfeltouren und Traumhänge für Einsteiger wie Vielgeher.

Im idyllischen Nafingtal oberhalb von Weerberg befindet sich auf 1799 Meter Höhe die Weidener Hütte. In Kombination mit dem einfachen Zustieg und dem perfekten Standort dränge sich die komfortable Hütte geradezu als mehrtägiger Stützpunkt auf, schreibt "alpin". Ausführliche Beschreibungen für Touren zu den umliegenden Bergen mit Details zu Schwierigkeit, Dauer, Höhenmetern und Routendetails sind in der Februarausgabe online nachzulesen und über die Seite www.weidener-huette.at verfügbar. (fei)

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