18.06.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Hoher Sanierungsbedarf: Freunde des Stadtbads sprechen mit OB Seggewiß

Das Stadtbad ist in die Jahre gekommen. So schön und gepflegt wie die Anlage ist, so marode sind der alte Holzbau und die zugehörigen Sanitäranlagen.

Die Teilnehmer an der Begehung des Stadtbads auf der Schwimmplattform des Vereins "Kanu Weiden". Bild: hcz
von Autor hczProfil

(hcz) Oberbürgermeister Kurt Seggewiß traf sich am Freitag mit den Vertretern mehrerer Vereine, die im Stadtbad beheimatet sind. Er versprach, in einigen Angelegenheiten schnell Abhilfe zu schaffen. In einem Drei-Jahres-Plan sollen nun zudem die Probleme angegangen und die Sanierung geplant werden.

Die Tischtennisplatten sind an vielen Stellen aufgesprungen. Die Sportler des FC Weiden-Ost, die hier trainieren, wünschten sich einen neuen Belag für zwei Platten, erklärte Dieter Schwab. Dies sei ein Wunsch, der relativ schnell zu erfüllen sei, sicherte Seggewiß zu. Er hatte einst selbst im Stadtbad das Tischtennis-Spielen gelernt, berichtete er.

Schwieriger sind die Platzprobleme von "Kanu Weiden" zu lösen. Vereinschef Marcus Rudnik beklagte Feuchtigkeit, Enge und Zugluft in den alten Holzverschlägen. Auch die Schwimmplattform, an der die Boote des Vereins zu Wasser gelassen werden und die von jungen Badegästen gerne genutzt wird, "könnte etwas Sanierung vertragen", so Rudnik.

Marode Gaststätte

Herbert Burkhardt wies für Gaststättenbetreiber Ralf Möhrle auf die Baumängel am alten hölzernen Rundbau hin. Fenster, Türen und Dach seien in einem "erbärmlichen" Zustand. Davon überzeugten sich die Teilnehmer des Treffens sofort persönlich. Seggewiß musste ihm zustimmen. Die Toiletten sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Stadtrat Hans Forster hält nur einen Abriss für sinnvoll. Bademeister Andreas Baierl wies auf die defekten Duschen hin, die alle Jahre Schwierigkeiten machten.

Förderverein gefordert

Baierl und Horst Fuchs, die den Verein "Freunde des Stadtbads" führen, berichteten von den Maßnahmen, die dieser Verein in den zehn Jahren seines Bestehens für die "Städtische Freizeitanlage Stadtbad" geleistet hat. Die Kiesauffüllung im "Kinderbad", die große hölzerne Umkleidekabine, das Stoffsegel über dem Edelstahl-Kinderbecken und eine Solarheizung fürs Kinderbecken gingen auf Initiative und Spenden des Fördervereins zurück. Zudem war man an den Einrichtungen des Kneipp-Vereins im Stadtbad beteiligt.

Nun erstellen die "Freunde des Stadtbads" eine Prioritätenliste, die den Verantwortlichen der Stadt übergeben werden soll.

 

 

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