Jahreshauptversammlung der Marktkaufleute und Schausteller
Fünf-Tage-Sause mit Flohmarkt

Für 25 Jahre Treue erhält Claudia Heindl die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes Bayern. "Wir sind auf Erfolg bedacht", kündigt Hermann Hubmann (links) für das erste Volksfest unter städtischer Regie an. Bild: rdo

"Wir nehmen die Herausforderung an", kündigt Rechtsdezernent Hermann Hubmann das nächste Volksfest am neuen Festplatz an. Von 14. bis 18. September sollen eine bunte Warendult, ein Vergnügungspark und Flohmärkte Besucher begeistern.

Auch für das 82. Frühlingsfest hatte Hubmann Neuigkeiten im Gepäck. Bei der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Marktkaufleute und Schausteller der Bezirksstelle Weiden-Amberg versprach er attraktive Fahrgeschäfte, gespickt mit Neuheiten: "362 Schausteller haben sich für das Fest vom 27. April bis 6. Mai beworben." Gewinnspiele zum Frühlingsfest und Festtaler seien bereits erhältlich.

Das neue, kürzere Volksfest hänge vom Erfolg ab, so Gerhard Donhauser von der Geschäftsführung der Marktkaufleute. "Es kann das zehntägige Fest nicht ersetzen", gab er zu bedenken. Doch hätten die Schausteller keine andere Wahl. Zum Rückblick im "Schützenhaus" begrüßte Donhauser unter anderem Andreas Pfeffer, Vizepräsidenten der bayerischen Schausteller, Platzmeister Peter Rackl sowie Johannes Breyer als neuen FSG-Schützenmeister.

Vier Jahrmärkte fanden im vergangenen Jahr in der Stadt statt. Gute Umsätze lieferten vor allem Jubilate- und Kathreinmarkt. Einige kommende Märkte wurden in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Weiden mit Ständen bestückt. "Wegen Überalterung der FSG-Vorstandschaft und einem fehlenden Interesse der Jugend mussten die Feuerschützen ihr Volks- und Schützenfest streichen", bedauerte Donhauser. "Der Christkindlmarkt brachte Leben in die Altstadt und bringt Kundschaft für ansässige Unternehmen und Marktstände", berichtete Donhauser. 5627 Euro für soziale Zwecke wurden durch den Losverkauf erwirtschaftet. "Der Betrag, den die Schausteller in den letzten 30 Jahren erwirtschaftet haben, summiert sich auf über 270 000 Euro." Donhauser bedankte sich bei den Städten Weiden und Amberg sowie anderen Veranstaltern, und bei seiner gesamten Vorstandschaft und den Schaustellern für die gute Zusammenarbeit.

Andreas Pfeffer sprach die Themen der Landesversammlung in Erlangen an. So berichtete er zum Beispiel von der "offenen Ladenkasse". Gesetzliche Änderungen würden hier dem Finanzamt seit 3. Januar Kontrollen während des laufenden Betriebes ermöglichen. 30 Prozent der Feste mussten die Schausteller in den letzten Jahrzehnten einbüßen, stattdessen entstanden oft Parkhäuser oder Veranstaltungshallen auf den Festplätzen. Die Nachfrage sei da, Unterhaltung und Fahrgeschäfte gefragt. "Die Städte dürfen nicht vergessen, dass Volksfeste starker Bestandteil des Tourismus sind", sagte Pfeffer. Die Feste sollen sicher bleiben und Forderung nach öffentlicher Sicherheit müsse von der Öffentlichkeit bezahlt werden. "Außerdem streben wir Ausnahmegenehmigungen zum Dieselfahrverbot an. Die Schausteller fahren schließlich nur zum Transport einmal in die Stadt hinein und wieder heraus." Flexible Arbeitszeiten für Beschäftigte, weniger Dokumentationspflichten und Befreiung von Sonntagsfahrverboten für Marktkaufleute seien weitere Forderungen an die Politik, berichtete Pfeffer.
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