26.10.2017 - 15:51 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Langsam starten und dann: weitermachen! Ab 40 wird Sport erst richtig wichtig

Regelmäßige Bewegung ist wichtig - ein Satz, den man oft hört, der aber trotzdem gern ignoriert wird. Mit zunehmendem Alter sollte man ihn umso ernster nehmen. Jahr für Jahr wird der Stoffwechsel langsamer, die Knochenmasse beginnt zu schwinden, und auch die Muskulatur baut kontinuierlich ab. Jedenfalls, wenn man nicht gegensteuert.

von Reise- und FreizeitmesseProfil

Um den Körper jung zu halten, reichen schon zwei bis drei Einheiten Ausdauersport in der Woche, kombiniert mit etwas Krafttraining, am besten unter fachkundiger Anleitung (zum Beispiel im Fitnessstudio). „Mit ausreichend Bewegung kann man 20 Jahre lang 40 bleiben“, sagt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Der Fitnessexperte erklärt, wie man fit bleibt:

- Langsam starten: Wer bisher kaum Sport getrieben hat, macht am besten einen Sporttauglichkeits-Check beim Arzt, bevor er damit startet. Außerdem ist es wichtig, mit dem Fitnessprogramm langsam anzufangen und sich nicht zu überfordern. Einzelne Trainingseinheiten sollte man nur so lange durchführen, wie es angenehm ist. So kann sich der Körper langsam an die neuen Belastungen gewöhnen.

- Knochen stärken: Ausdauersport aktiviert den Fettstoffwechsel und das Herzkreislaufsystem. Besonders gut eignen sich vertikale Sportarten, also Bewegungsformen, bei denen der Körper aufrecht ist – zum Beispiel Laufen auf dem Laufband. Diese Sportarten machen nicht nur fitter, sondern stabilisieren gleichzeitig die Knochen. Wer sich nicht zum Besuch eines Fitnessstudios durchringen kann und auch nicht joggen will, kann auch Schwimmen oder Radfahren gehen.

- Muskeln aufbauen: Neben einem gezielten Ausdauertraining darf das Krafttraining nicht fehlen. Die Muskulatur baut mit dem Alter ab. In vielen Fällen werden Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle durch ein effektives Krafttraining vermieden. Zusätzlich regt ein Muskeltraining auch den Stoffwechsel an, denn Muskeln brauchen Energie. Je mehr Muskelmasse man besitzt, desto mehr Energie wird verbraucht.

- Etwas Neues versuchen: Einen besonderen Vorteil kann es haben, neue Sportarten auszuprobieren. Durch neue Bewegungsabläufe wird der Körper ganzheitlich gefördert. Die Muskeln müssen sich an neue Belastungen gewöhnen, und auch der Kopf muss mitdenken. Neue Bewegungsabläufe werden nämlich im motorischen Gedächtnis gespeichert. Ratsam ist es, mindestens 20 Wochen an einer neuen Sportart dranzubleiben. So lange dauert es, bis man erste sportartspezifische Fähigkeiten erlangt und Spaß daran hat.

- Sich von einem Trainer beraten lassen: Experten, zum Beispiel in einem Fitnessstudio beraten und helfen dabei, die eigene Leistungsfähigkeit zu erforschen. Viel Spaß!
(dpa/tt)

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