27.04.2018 - 15:17 Uhr
Oberpfalz

Schickt Fotos - Brotzeitkorb zu gewinnen Zeigt her Eure Maibäume

Im Brauchtumskalender zählt das Aufstellen des Maibaums zu den großen Festen. Traditionell packen die Männer an, um den Maibaum allein mit Muskelkraft und langen Stangen aufzurichten. Hier und da kommen - vor allem bei größeren Bäumen - mittlerweile aber auch Kräne zum Einsatz. So oder so: Anschließend wird gefeiert.

von Alexander Unger Kontakt Profil

Verlosung

In der Region halten viele Menschen die Tradition des Maibaumaufstellens hoch. Schickt uns Fotos von Euren Maibäumen mit dem Betreff "Maibaum" an redaktion[at]onetz[dot]de. Unter allen Einsendern verlosen Oberpfalz Medien und onetz.de einen Brotzeitkorb.

Regeln für das Maibaumstehlen

Seit Generationen versuchen sich die Burschen beim Maibaumstehlen gegenseitig zu übertrumpfen. Dabei gibt es - je nach Region - ungeschriebene Regeln.

  • Es dürfen nur bereits gefällte Bäume gestohlen werden. 
  • Es dürfen nur Maibäume gestohlen werden, die sich bereits in dem Ort befinden, wo sie aufgestellt werden sollen. 
  • Das Stehlen des Maibaums im eigenen Ort ist tabu. 
  • Der Baum muss heimlich und unentdeckt gestohlen werden. 
  • Er darf dabei nicht beschädigt werden. 
  • Keinesfalls darf gegenüber den Bewachern Gewalt angewendet werden. 
  • Legt ein Bewacher seine Hand auf den Stamm, darf der Maibaum von den Dieben nicht mehr angerührt werden. 
  • Werden die Diebe innerhalb der Gemeindegrenze beim Abtransport überrascht, müssen sie ihre Beute kampflos zurückgeben. 
  • Aufgestellte Bäume dürfen nicht mehr gestohlen werden. 
  • Der Schmuck von Bäumen darf nicht gestohlen werden, nur der Stamm als solcher. 
  • War der Diebstahl erfolgreich, treten die Parteien in Rückgabeverhandlungen ein. Dabei dürfen keine überzogenen Forderungen gestellt werden. 
  • Nach der Auslösung herrscht wieder Eintracht unter den Burschen. 
  • Es ist erlaubt, auch einen gestohlenen Maibaum zu stehlen - entweder von Dritten oder von den Bestohlenen. Doch selbst dabei müssen die bekannten Regeln eingehalten werden. 
  • Traditionsgemäß helfen die Maibaumdiebe nach Rückgabe der Beute den Bestohlenen beim Aufstellen und übernehmen gegebenenfalls auch das Schmücken. 
  • Scheitern die Verhandlungen um die Rückgabe, stellen die neuen Besitzer den Maibaum als Schandmal und zusätzlichen Segensbringer für ihren eigenen Ort auf. Nach einigen Wochen wird er zersägt und versteigert. (dpa)

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