10.07.2017 - 21:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Seifenkisten starten am 23. Juli Rennen mit Respekt

Ein kleines Rennen mit 10 Teilnehmern sollte es werden. Jetzt setzen 32 Starter mit ihren selbst gestalteten Seifenkisten ein Zeichen gegen Extremismus, Rassismus und Ausgrenzung.

Der Stadtjugendring und das Aktionsbündnis "Weiden ist bunt" stellen ihr "Seifenkistenrennen für Toleranz" vor. Vom Stadtjugendring sind Florian Vogel, Ewald Zenger, Florian Graf, Nico Erhardt und Sebastian Flaschel anwesend (von links). Veit Wagner (Dritter von Rechts) vertritt das Aktionsbündnis. Bild: Schönberger
von Redaktion OnetzProfil

Der Stadtjugendring veranstaltet zusammen mit dem Aktionsbündnis "Weiden ist bunt" am Sonntag, 23. Juli, ab 13 Uhr ein Seifenkistenrennen. Mit dem Projekt rennt er bei Jung und Alt offene Türen ein. Die Idee kommt von Nico Erhardt, pädagogischer Mitarbeiter des Jugendzentrums (Juz). "Wir wollten etwas machen, was viele begeistert, die Gruppendynamik stärkt und gleichzeitig ein Statement für Respekt ist", erklärt er. Gemeinsamkeit und sportliche Auseinandersetzung würden miteinander verknüpft und so automatisch der Fair-Play-Gedanke vermittelt.

"Vergleichbare Rennen hatten in Nürnberg etwa 12 Teilnehmer", erklärt Florian Graf vom Juz. Mit 32 teilnehmenden Teams in Weiden aus verschiedenen Einrichtungen und Organisationen ist die Boxengasse in der Carolinenstraße in Weiden-Ost nun über 100 Meter lang. Prämiert werden sowohl die schnellsten Teams, als auch die Seifenkiste, die das Motto - für Vielfalt und gegen Ausgrenzung - am kreativsten umsetzt. Das Organisationsteam um Erhardt, Graf und Sebastian Flaschel vom Stadtjugendring, tritt mit seiner Aktion in historische Fußstapfen. Das bisher letzte Seifenkistenrennen gab es in Weiden vor über 55 Jahren. Damals, 1960, wurde Karl Seiler Stadtmeister. Nun, mit selbst über 70 Jahren, will er seinen Titel am Sonntag verteidigen.

Die 330 Meter lange Rennstrecke befindet sich in der Bürgermeister-Probst-Straße hinter dem Edeka-Markt. Der Automobilclub ATC stellt eine Zeitmessanlage für exakte Rennergebnisse. ATU spendiert 3500 Autoreifen zur Sicherung der Strecke. Dazu kommen Strohballen für die Kurven. Ein Quad bringt die Seifenkisten nach der Fahrt zurück zum Start. Das Bundesfamilienministerium fördert das Projekt mit dem Programm "Demokratie leben". Um Risiken zu vermeiden, nimmt die Polizei die Strecke ab.

Auch Fahrer und Seifenkisten müssen Sicherheitsstandards erfüllen. Sicherheitskleidung und Helm sind für den Rennfahrer Pflicht. Das Gefährt braucht vor allem eine funktionierende Bremse, darf maximal 210 Zentimeter lang und 110 Zentimeter breit sein. Die Zuschauer erwartet neben kunstvoll gestalteten Kisten und dem Rennen ein Bühnenprogramm auf dem Edeka-Parkplatz.

Das Programm

8 bis 10 Uhr: Aufbau Fahrerlager 9.30 bis 11.30 Uhr: Technische Abnahme 11 bis 12.30 Uhr: Probelauf 12.30 bis 13 Uhr: Bewertung der Seifenkisten 13 bis 13.45 Uhr: Prämierung und Eröffnung 13.45 bis 17.30 Uhr: Rennen in drei Runden 18 bis 18.30 Uhr: Siegerehrung 18.30 bis 22 Uhr: Ausklang mit Festbetrieb

Ehrungen sowie der Festbetrieb finden auf dem Parkplatz des E-Center Grünbauer statt. (psdr)

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