16.04.2018 - 20:08 Uhr
Oberpfalz

Start in die Rasen-Saison Mähen oder mähen lassen?

Stephan Wanninger spricht liebevoll von seinem "Mähschaf". Seit zehn Jahren kürzt ein Roboter den Rasen in seinem Garten. Dieter Schniebl mäht dagegen noch auf herkömmliche Weise: mit Benzin- oder gar Aufsitzmäher.

Große Flächen mäht Dieter Schniebl (links) mit dem Aufsitzmäher. Mit im Bild Edi Nickl, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Am Krumpes. Bilder: mic (2)
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Welche Methode die bessere ist, steht nicht zur Debatte. Letztlich hängt es davon ab, wie viel Zeit man in die Pflege seines Gartens investieren kann oder möchte. "Der Großteil der Krumpes-Siedler mäht noch mit der Hand", erzählt Vorsitzender Edi Nickl. So wie Dieter Schniebl. Er besitzt zwei Rasenmäher für zwei unterschiedliche Grundstücke - einen Benzinmäher für den Garten rund um sein Haus und einen Aufsitzmäher für das unbebaute Grundstücks seines Sohnes, dessen Grasfläche er auch ab und zu pflegt.

Bereits der erste Schnitt

Schniebls Rasen hat den ersten Schnitt schon hinter sich. Bereits am 5. und 6. April schob er seinen Mäher übers Grundstück. "Ich habe das schöne Wetter ausgenutzt", erzählt er. "Das ist einer, der es nicht erwarten kann", schmunzelt Nickl über seinen Vereinskollegen. Nach dem ersten Rasenschnit ging's ans Vertikutieren. "Da macht man immer nach dem Mähen", weiß Schniebl. Sein Rasenmäher hat einen Hinterradantrieb, der vor allem in Gärten mit leichter Hanglage sehr gute Dienste leistet. Sein Schnittbreite beträgt 52 Zentimeter. "Wer eine große Fläche hat, braucht etwas Ordentliches." 1200 Quadratmeter wollen bewältigt werden.

Bevor Schniebl seine Mäher im Frühjahr zum Leben erweckt, werden sie gewartet. "Entweder man wechselt das Öl gleich im Herbst oder man macht es im Frühjahr", erklärt er. Das sei wichtig für eine lange Lebenssdauer des Motors. Auch die Räder und Achsen müssen geölt werden. "Damit er schön läuft." Schniebls Benzinmäher hat bereits sieben Jahre auf dem Buckel. Um einen ordentlichen Schnitt zu bekommen, sollte das Messer regelmäßig geschliffen werden. "Wer geschickt ist, kann das selber machen, wer, nicht lässt es schleifen." Die Krumpes Siedler bieten einen Wartungsservice für ihre Mitglieder an.

Gleichzeitig mulchen

Wer Dieter Schniebls Ausführungen lauscht, merkt schnell: Der Mann kennt sich aus. Einfach nur mähen, scheint ihm zu wenig. Der Experte bevorzugt das Mulchen. Das heißt, mähen ohne Grasauffangsack. "Das funktioniert aber nur, wenn der Rasen erst zwei bis drei Zentimeter hoch ist", informiert er. Das Gras, das liegen bleibt, düngt gleichzeitig den Boden. Sind die Halme länger, bewährt sich diese Methode nicht. Dann wäre es besser, den Schnitt aufzufangen und zu entsorgen.

In einem Garten mit Beeten, kleinem Weiher, Bäumen und Sträucher bietet sich der Aufsitzmäher nicht an. "Viel zu umständlich", meint Schniebl. Denn da, wo man mit dem großen Gerät nicht hinkommt, muss man noch einmal nachmähen. Seinen Traktor benutzt der deshalb nur auf der großen, freien Fläche nebenan. Mit Lärmbelästigungen gab's in der Nachbarschaft noch nie Probleme. Inzwischen ist die Lärmschutzverordnung in Weiden aufgehoben. "Wir fangen erst ab 14.30 Uhr wieder an", erzählt Schniebl. Außerdem gebe es einen Trick, dass der Mäher nicht ganz so laut ist - einfach nicht auf vollen Touren mähen, sondern den Hebel für die Benzinzufuhr ein wenig zurückstellen.

Über Lärm kann Stephan Wanniger nicht klagen. "Wir haben seit 2008 einen Rasenmäherroboter", berichtet er. "Mittlerweile schon den Zweiten." Die Wanningers möchten den kleinen Helfer, der fast lautlos durch den 500 Quadrater großen Garten rollt, nicht mehr hergeben. "Mein Frau und ich sind beide berufstätig, wir haben einfach keine Zeit, auch noch Rasen zu mähen." Außerdem sei der Roboter relativ wetterunabhängig und würde seinen Dienst auch verrichten, wenn es mal nicht ganz so schön ist. Zwei bis drei Mal in der Woche fährt das "Mähschaf" durch den Garten der Familie. "Wir sind sehr zufrieden", zieht Wanninger Bilanz. In der Wartung zeigt sich der Roboter sehr anspruchslos: einmal im Jahr zum Kundendienst, ab und zu Messer wechseln. "Und sollten die Räder mal sehr verdreckt sein, kann man sie ja sauber machen."

Der Roboter wird mit Strom betrieben, seinen Akku lädt er selbstständig an einer festinstallierten Ladestation im Garten auf. Bei den modernen Geräten, lassen sich die Zeiten programmieren, wie man möchte. Diebstahl ist zwecklos. Wanninger demonstriert, warum es nichts bringt, den Mäher einfach mitzunehmen. "Wenn ich ihn hochhebe, schaltet er sich aus. Dann muss ich wieder die PIN eingeben."

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