28. Weidener Literaturtage bieten von 20. bis 29. April ausgewogenes Programm und bunt ...
"Festival des Buches" für alle Altersgruppen

Die Weidener Literaturtage und ihr Organisationsteam werfen ihre Schatten voraus (von links): Alexandra Stangl, Sabine Guhl, Stefan Voit, Maria Rupprecht und Ruth Neumann. Bild: Götz
 
"Paintings & Drawings 1988-2004": Bilder des Multitalents Kevin Coyne sind vom 20. April bis 20. Mai im Neuen Rathaus und im Medienhaus "Der neue Tag" zu sehen und zu kaufen. Bild: hfz
Das neue Konzept für die Weidener Literaturtage, vor fünf Jahren von einem neuen Team entwickelt, hat Erfolge gezeitigt. Auch in diesem Jahr ihres "kleinen Jubiläums" wartet das schon lange weit über die Grenzen der Region bekannte "Festival des Buches" mit einem weit gefächerten interdisziplinären Angebot auf. Am Donnerstag stellte das Team der Literaturtage das neue Programm in der Weidener Regionalbibliothek vor.

Mit einer Ausstellung des 2004 verstorbenen britischen Malers, Autors und Songwriters Kevin Coyne starten die Literaturtage am 20. April im Foyer des Neuen Rathauses und im Foyer des Medienhauses "Der neue Tag". Der bekannte fränkische Autor Fitzgerald Kusz wird das Werk des Künstlers vorstellen. Coynes Söhne Robert und Eugene kommen eigens aus London, um an das musikalische Werk ihres Vaters zu erinnern.

Deftig-bayerisches

Musikalisch geht es weiter am 21. April um 17 Uhr in der Regionalbibliothek, wenn Yojo Christen , Sohn des Klaviervirtuosen und Musiktheaterkomponisten Franz Hummel, sein Übungsheft für Kinder vorstellt. Bei den "Weidener Meisterkonzerten" gibt er am Sonntag, 22. April, um 11 Uhr in der Max-Reger-Halle zudem ein Sonderkonzert.
Mit Mord und Totschlag werden die Besucher konfrontiert, wenn sie am 21. April (20 Uhr) in die Lagerhalle der Isa-Industrieelektronik gelockt werden: Moses Wolff , Franz Xaver Roth und Jan Beinßen sorgen mit bayerischen Krimis bei Zoigl und Schmalzbrot für bayerisch-deftige Unterhaltung und Spannung.

Heikko Deutschmann kennt man als Schauspieler unter anderem aus dem "Tatort". Bei den Literaturtagen in Weiden präsentiert er am 22. April (20 Uhr) im Eon-"Netzcenter" unter dem Titel "Die Maske des roten Todes" Erzählungen des britischen Gruselaltmeisters Edgar Allan Poe . Zurück in die Literaturgeschichte geht es am 23. April, wenn Michael Kumpfmüller um 20 Uhr in der Regionalbibliothek aus seinem anrührenden Roman "Die Herrlichkeit des Lebens" liest - die wahre Geschichte aus dem letzten Lebensjahr von Franz Kafka.

Man hat ihm den Titel des "literarischen Besenbinder" gegeben: Josef Fendl gehört zu den wenigen bayerischen Autoren, die Brauchtum, Geschichte und Geschichten wieder lebendig machen - bisher in mehr als 60 Büchern. Im Vereinsheim "Almrausch" liest er am 24. April (20 Uhr): "Glauben mechst es niad".

Karl Mays Gesichter

Kein Schriftsteller hat die deutsche Jugendkultur so deutlich geprägt wie Karl May . Vor 100 Jahren starb der Sachse, der seine jungen Leser nach Amerika in den Wilden Westen führte, nach Arabien und in die Schluchten des Balkan. Rüdiger Schaper , Kultur-Ressortleiter des "Tagesspiegel" und Autor des Buchs "Karl May - Untertan, Hochstapler, Übermensch", zeigt am 25. April (20 Uhr) in der Versandhalle des Medienhauses "Der neue Tag" aber auch ganz andere Seiten des Schriftstellers. Der Berliner Schauspieler und Regisseur Herbert Fritsch , in Neustadt/Waldnaab aufgewachsen, wird Passagen aus Mays Werk lesen.

Als langjähriger ARD-Korrespondent und ZDF-Auslandschef gilt Ulrich Kienzle als Experte für den Nahen Osten. Am 26. April (20 Uhr) macht er in der Sparkasse Nordoberpfalz in Weiden den Versuch, "die Araber zu verstehen". In seinem Buch "Abschied von 1001 Nacht" will er seinem Publikum nahebringen, dass wir uns von westlichen Klischees verabschieden müssen, wenn wir die Vorgänge im Nahen und Mittleren Osten verstehen wollen. Zum dritten Mal wird der Poetry Slam ausgetragen: Am 27. April (20 Uhr) treten Felix Römer und Christian Ritter , Deutschlands beste Slammer, in der Tiefgarage des City Center auf.
In einem "trügerischen Niemandsland zwischen Krimi und Familiendrama" sind Ingrid Noll s Bücher angesiedelt, meint "Der Spiegel". Die Autorin liest am 28. April (20 Uhr) im Neue-Welt-Kinocenter aus ihrem schrägen Krimi "Ehrenwort". Zudem wird der Kabarettist Sven Görtz am 29. April (20 Uhr) in der Regionalbibliothek mit seinem literarischen Kabarett für Heiterkeit sorgen.

Attraktiv ist auch das Programm der Literaturtage für junge Leser. Wolfram Hänel , der auch unter dem Pseudonym Kurt Appaz für Erwachsene schreibt, liest am 26. April (15.30 Uhr) in der Regionalbibliothek für Schulkinder. An den Schulen in Weiden und Umland lesen unter anderem Gernot Griksch , Salah Naoura und Fabian Lenk .

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EinTicket-Gesamtpaketgibt es in der Regionalbibliothek und der Buchhandlung Rupprecht in Weiden.Schüler und Studenten zahlen die Hälfte.Einzelkarten gibt es zudem beim NT/AZ-Ticketservice (Telefon 0961/85-550 und 09621/306-230).

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.weidener-literaturtage.de
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