28.08.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ausstellung "3 – Nach 30 Jahren" noch bis Freitag im Alten Schulhaus in Weiden Geglücktes Wagnis

Aus einer spontanen Idee wurde ein Wagnis, aus dem Wagnis eine erfolgreiche Ausstellung. Noch bis 1. September zeigen Karin Voit (Ingolstadt), Edith Steiner (München) und Susanne Kempf (Weiden) im Alten Schulhaus Bilder und Objekte. 30 Jahre nach dem Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium in Weiden hatten sie beim Klassentreffen im vergangenen Oktober die Idee, gemeinsam ihre Werke in ihrer Heimatstadt Weiden zu präsentieren.

Der bemalte Nierentisch gehörte einmal dem Weidener Künstler Franz Friedrich. Er ist derzeit im Alten Schulhaus ausgestellt. Bild: ske
von Susanne KempfProfil

Ausstellung in der Heimat

"Es war aufregend, wie wir die spontane Idee umsetzen würden, wie unsere Bilder zusammenpassen würden", erzählt Karin Voit. "Wir kannten die Bilder der jeweils anderen vor dem Aufbau nicht, hatten sie nur auf Fotos gesehen." Gemeinsam legten die drei fest, an welchen Wänden welche Bilder hängen sollen, auch eine "Gemeinschaftswand" wurde beschlossen. An dieser hängen Bilder aller drei Künstlerinnen nebeneinander und als Verweis auf den gemeinsamen Hintergrund stecken Fotos von 1986 in einem Rahmen. Der Rest des Raumes ist klar unterteilt. Edith Steiner lebt seit 1992 in München. Sie ist freiberuflich als Beraterin für Selbständige und als Künstlerin tätig. "Farben, Spachtel und Pinsel begleiteten mich von Kindheit an. Im Elly-Heuss-Gymnasium hatte ich Kunst als Leistungskurs. Über meine Bilder drücke ich mich aus." So wie auch Karin Voit, die in Weiden-Ost aufwuchs, seit 1994 als Grundschullehrerin an der Grundschule Baar-Ebenhausen bei Ingolstadt tätig ist. Seit 2008 ist sie festes Mitglied der Künstlergruppe Art Experiment, gegründet vom Bienale-Künstler René Chacon.

Exponate als Überraschung

Die thematischen Schwerpunkte ihrer Arbeiten in Acryl und Öl sowie ihrer abstrakten und experimentellen Zeichnungen und Collagen sind Figurengruppen, Tanz, Bewegung und Raum oder auch Farbwirkung. Susanne Kempf, die nach ihrem Studium in München und Passau als selbstständige PR-Beraterin und Journalistin mittlerweile wieder in Weiden lebt, kuratiert seit zehn Jahren jährlich die Wanderausstellung "Denken - Fühlen - Malen". "Ich habe erst spät angefangen zu malen, zwar interessierte ich mich schon lange für Kunst, besuchte Ausstellung, jedoch ahnte ich nicht, dass auch in mir ein gewisses Talent schlummert."

In der Ausstellung wird auch ein bemalter Original-Nierentisch gezeigt, ergänzt durch einige Fünfzigerjahre-Exponate aus dem Fundus des Stadtmuseums. Den Nierentisch rettete Kempf vor rund 20 Jahren vor dem Sperrmüll, er gehörte einst dem Weidener Künstler Franz Friedrich.

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Die Ausstellung "3 - Nach 30 Jahren" ist noch bis Freitag, 1. September, in der Galerie im Alten Schulhaus (Schulgasse 3a in Weiden) zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 14 bis 16.30 Uhr. Eintritt frei.

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