29.05.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Baby Kreuzberg spielt sich in der Milchbar durch die Genres Mann, Gitarre, kein Bombast

Draußen strahlender Sonnenschein, drinnen leidenschaftlicher Blues, Folk, Country, Americana und schlicht Rock 'n' Roll. Kein leichter Stand für einen Singer-/Songwriter, der ganz allein die Bühne entert. Trotzdem lohnt es sich, "Baby Kreuzberg" alias Marceese zuzuhören.

Baby Kreuzberg ist ein Soloprojekt, das traditionellen Genres wie Blues, Folk oder Americana frischen Wind in die Segel bläst. Bild: otj
von Autor OTJProfil

(otj) "Baby Kreuzberg" ist ein Ein-Mann-Projekt mit vielen Gesichtern, ein stilistischer Tausendsassa und großartiger Gitarrist. Der Musiker bedient sich vieler Wurzeln. Und auch wenn er sich dabei eher an die traditionellen Genres anlehnt - die selbst geschriebenen Songs von "Baby Kreuzberg" hören sich beim Auftritt in der Milchbar frisch an.

Sogar der in der Musikgeschichte ziemlich abgegriffene Pink-Floyd-Klassiker "Another brick in the Wall" hört sich als Cover-Song ohne den ganzen Bombast durchaus zeitgemäß an. Zwischen den Titeln beweist Marceese feinen Humor und berlinert sich durch sein Programm, ohne ob der schmalen Publikumsbesetzung die gute Laune zu verlieren.

"Det nächste Lied is'n Liebessong. Dann hamwa det ooch hinter uns." Gewidmet ist "Mädchen aus Annaberg" seiner Frau. "Die heute zu Hause jeblieben ist, damit ick hier einen auf dicke Hose machen kann." Im Kontrast steht der Song "She-Devil", in dem er sich auf eine Ex-Freundin bezieht und die Gitarre schön spooky heulen lässt. Nicht umsonst heißt einer seiner Longplayer "A-Ramblin' And A-Howlin'". Zum entspannen gibt es den fast niedlichen Song "Honey Bee."

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