12.01.2018 - 18:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bezirksposaunenchor erarbeitet großes Programm bei Bläserrüstzeit Üben im Akkord

Fast 100 Musiker aus 16 Posaunenchören treffen sich auf der Burg Wernfels. Sie erarbeiten ein großes Programm. Damit will der Bezirksposaunenchor des Dekanats Weiden an diesem Samstag beim Jahreskonzert in Floß überzeugen.

von Anni MüllerProfil

Weiden/Floß. So bunt und vielfältig wie die Musikstilrichtungen will sich der Evangelische Bezirksposaunenchor präsentieren. An den ersten Tagen des neuen Jahres trafen sich Bläser aus den Posaunenchören Floß, Kaltenbrunn, Kirchendemenreuth/Parkstein, Kohlberg, Krummennaab, Mantel, Neustadt am Kulm, Neunkirchen, Plößberg, Speichersdorf, Thansüß, Vohenstrauß, Wirbenz/Kemnath/Immenreuth, Wildenreuth, Forchheim in Sachsen und Mühldorf am Inn. Für die vielen Erstteilnehmer jeden Alters war das "Erlebnis Burg Wernfels" ein fulminanter, lauter, lustiger, zeitweise durchaus anstrengender, aber insgesamt gelungener Start ins neue Jahr.

Die drei Bezirksposaunenchorleiter Ulrike Kummer aus Kohlberg, Andrea Riedel aus Floß und Heinz Schmidt aus Speichersdorf hatten wieder mit einem Team aus dem gesamten Dekanat für ein Programm gesorgt, das nicht nur dem unterschiedlichen Leistungsniveau der Bläser gerecht wurde. Sie sorgten auch dafür, dass Stücke, die im "heimischen" Posaunenchor noch unbekannt waren, einstudiert und musiziert wurden. Besonders das "Ständchenheft", die neueste Veröffentlichung des Bayerischen Posaunenchorverbands, wurde einer genauen Musterung unterzogen.

Das Programm setzt sich aus den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen zusammen, angefangen bei den Barockkomponisten Johann Sebastian Bach und Jeremiah Clarke über Filmmusik wie "The Pink Panther", Choralbearbeitungen, moderne Lobpreis-Lieder und zeitgenössische Bläserstücke, die in den nächsten Jahren leicht zu Klassikern avancieren könnten. Die Bezirkschorleiter und Wolfgang Lang aus Floß, Markus Sparrer aus Kohlberg, Christiane Bayer und Karin Müller-Bayer aus Neustadt am Kulm, Werner Klüher aus Krummennaab, Michael Raab aus Plößberg, Erika Piehler aus Mantel und Anne Müller aus Thansüß hatten die Stücke gut vorbereitet und brachten sie "auf der Burg" den Bläserinnen und Bläsern nahe.

Die Leistungsgruppen waren heuer nicht in A, B und C (Jungbläser) unterteilt, sondern in vier Gruppen nach Farben sortiert, um die Bläser zu fördern, aber nicht zu überfordern. "Treffpunkt Schlussakkord" war in den ersten Proben manchmal noch das Ziel, doch schon bald verwandelte sich die Unsicherheit zu einem selbstbewussten und nur noch von gelegentlichen "Drück- oder Ziehfehlern" begleiteten Blechbläserklang. Die Jugendarbeit, die seit Jahrzehnten den Evangelischen Bezirksposaunenchor auszeichnet, wird sich in den kommenden zwei Jahren auch auf die gründliche Ausbildung junger Dirigenten ausweiten. Unter der Federführung des Posaunenchorverbands wird ein zweijähriger Dirigentenkurs im Dekanat stattfinden.

Neben der Musik gab es ein Rahmenprogramm unter anderem mit Tischtennis und Schwimmbadbesuch. Die Abende endeten mit geselligen Brett- und Kartenspielen im Rittersaal. Zwischen den vier bis fünf Musikeinheiten pro Tag gestalteten Franziska Lang, Andrea und Tanja Riedel, Erika Piehler, Karin und Helena Häring, David Meierhöfer und Jonathan Bär mehrere Andachten und Bibelarbeiten. Obmann Richard Riedel hatte im Vorfeld und auch auf der Burg den Hauptteil der organisatorischen Arbeit zu tragen und mit den drei Bezirksposaunenchorleitern und Kassier Oskar Burkhardt aus Wirbenz die Vorarbeit geleistet, um die fünf Tage auf Burg Wernfels zu einem tollen Erlebnis zu machen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.