31.03.2011 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Das Internationale Keramik-Museum Weiden zeigt bis 3. Juli eine Auswahl von Arbeiten von Walter ...: Ein wahrer Pionier aus dem Kannenbäckerland

Dr. Josef Strasser (Neue Sammlung München) und Stefanie Dietz vom Internationalen Keramik-Museum präsentieren in Weiden erstmals die Schenkung von Walter A. Heufelder. Bild: apz
von Redaktion OnetzProfil

Die Schenkung eines der Pioniere der modernen Kunst- keramik ist derzeit im Erdgeschoss des Internationalen Keramik-Museums in Weiden zu sehen: Die Zweigstelle der Neuen Sammlung München hat die Vitrinen mit Gefäßen, Vasen und Objekten von Walter A. Heufelder bestückt.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung steht indes erst am 3. April um 11 Uhr auf dem Programm: Neben dem Künstler selbst sollen Weidens OB Kurt Seggewiß sowie Direktor Professor Dr. Florian Hufnagl und Oberkonservator Dr. Josef Strasser von der Neuen Sammlung München dabei sein.

85. Geburtstag

Heufelder hat im Januar bei bester Gesundheit seinen 85. Geburtstag gefeiert. Seit Jahrzehnten verbindet er das Können eines Handwerkers, eines Künstlers und eines Keramikers, hat die deutsche Szene durch seine Lehrtätigkeiten in Köln und Landshut nachhaltig geprägt, zahlreiche Auszeichnungen erhalten und wurde in die weltweit bedeutende Genfer "Académie Internationale de Céramique" aufgenommen. In der Pinakothek der Moderne in München ist Heufelder der einzige Keramiker, der dort als Vertreter seiner Zunft vertreten ist. 1926 wurde er in der deutschen Keramikstadt Höhr-Grenzhausen, mitten im "Kannenbäckerland", geboren. Ganz der keramischen Familientradition verpflichtet, begann er mit 14 Jahren eine Töpferlehre. Nur drei Jahre nach seiner Meisterprüfung dozierte Heufelder von 1954 bis 1967 am Institut für Werkpädagogik in Köln. 1975 wechselte er nach Landshut, wo er bis 1988 als Direktor der Staatlichen Berufsfachschule für Keramik wirkte.

Dialog mit alten Zyprioten

In Weiden ist ein Querschnitt aus der Zeit von 1959 bis 2002 zu sehen, der durch seine gewagten Enghalsvasen, das weite Spektrum seiner teils erdigen wie auch farbigen Glasuren und seine an ein Wunder grenzende Verbindung von Steinzeug mit Porzellan beeindruckt.

Frappierend gelingt in der neuen Weidener Präsentation den Heufelder-Arbeiten auch der Dialog mit den in der Nähe platzierten zypriotischen Kannen aus der Zeit von 3000 vor Christus, die sich optisch als enge Verwandte der Moderne erweisen.

___

Heufelders Arbeiten sind bis zum 3. Juli zu sehen, und zwar dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr. Eintritt frei.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.