Designpreis geht nach Selb
Schräger Kalender bekommt Designpreis

Warum nicht mal einen Kalender anders gestalten, dachten sich (von links) Marc Eichner, Jürgen Frischmann und Alexander Feig. Für ihre innovative Idee wurden sie jetzt mit dem "German Design Award 2018" ausgezeichnet. Bild: Feig Fotodesign
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
14.11.2017
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Warum nicht mal den Kalender geschrägt nach links, rechts oder klassisch gerade hängen? Oder ein wanderndes Kalendarium? Für diese besonders originelle Raffinesse gab es jetzt für die Selber Firma Feig Fotodesign eine besondere Auszeichnung.

Selb. Der Jubel in Oberfranken war groß, als Alexander Feig erfuhr, dass sein Wandkalender "Come Closer 2017" vom Expertengremium des Rates für Formgebung aus über 2500 eingereichten Objekten ausgewählt worden war. Und er erhielt sogar noch einen Preis: Das Prädikat "Winner German Design Award 2018" im Bereich "Excellent Communications Design".

Das unabhängige Gemeinschaftsprojekt von Feig Fotodesign (Selb), Kreativstudio Marc Eichner (Wunsiedel) sowie Frischmann Druck und Medien (Amberg) ist ein Wandkalender mit einigen kreativen Neuerungen. Wer die von Feig konzipierten Jahreskalender kennt, weiß, dass in jedem Jahr eine neue Idee, eine neue Überraschung auf den Betrachter wartet. Und die Kalender stoßen in jedem Jahr erneut auf große Begeisterung. Die nicht verborgen bleibt!

Thema Ernährung

Der Kalender, der seit Januar in zahlreichen Büros und Privathaushalten hängt, trägt den Titel "Come Closer" und zeigt hochauflösende Close-up-Fotografien zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit. Ein Thema, das weltweit in den Fokus gerückt ist, unterschiedlich interpretiert und bearbeitet wird. Antonia und Alexander Feig hatten sich des Themas nachdrücklich und kreativ angenommen. Abgebildet sind vollflächige Bildmotive, die auf den einzelnen Monaten textlich mit einem Ereignistag verknüpft sind. Gezeigt werden Espressoschaum, flüssige Schokolade, Meersalz, Gartenkräuter, Hülsenfrüchte oder auch Pommes Frites und Radieschen.

Das Design unterscheidet sich von anderen Kalendern auch durch eine besondere Konfektionierung. Der Kalender kann geschrägt nach links, rechts oder gerade gehängt werden. Eine besondere Raffinesse ist durch die grafische Umsetzung von Marc Eichner gelungen: Das Kalendarium startet im Januar in der linken oberen Kalenderecke und wandert im Jahresverlauf nach rechts unten. Ein optisches und fühlbares Highlight ist das knallgelbe Titeldeckblatt des Wandkalenders.

"Der Wandkalender besticht nicht nur mit einer außergewöhnlichen Fotoästhetik, die sich erst bei näherem Hinsehen zumeist als Food in der Nahaufnahme herausstellt, sondern auch durch seine originelle Hängung, die - wenn man möchte - schräg statt gerade ist", begründet die Jury ihre Entscheidung. Der "German Design Award" ist der internationale Premiumpreis des Rats für Formgebung. Sein Ziel: Einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Jährlich werden hochkarätige Einreichungen aus dem Produkt und Kommunikationsdesign prämiert, die alle auf ihre Art wegweisend in der internationalen Designlandschaft sind.

"Tolle Bestätigung"

Die Jury des "German Design Award" setzt sich zusammen aus Designkennern aus Wirtschaft, Lehre und Wissenschaft, sowie der Gestaltungsindustrie. Alle Jurymitglieder sind anerkannte Kapazitäten auf ihren Gebieten. Der "Award" legt die höchsten Ansprüche an die Ermittlung seiner Preisträger: In einem aufwendigen Nominierungsverfahren werden nur solche Designleistungen zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen, die sich nachweislich durch ihre gestalterische Qualität im Wettbewerb differenzieren.

Der "German Design Award" ist kein finanziell dotierter Preis, somit ist kein Preisgeld damit verknüpft. Er motiviert das gesamte Team jedoch bereits aufgrund der gewonnenen Anerkennung. Es geht um die Ehre! Alexander Feig sagt stolz: "Der Preis ist eine tolle Bestätigung für unsere Sicht der Dinge."

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Weitere Informationen:

www.www.feigfotodesign.de
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