11.12.2017 - 16:36 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Die Jugend übernimmt in der "Sünde" Maximal-Rock mit "Van Holzen"

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren sie eine Kinder-Band, die sich in Kindersendungen von Kindermoderatoren interviewen ließ. Jetzt sind sie um die 18 Jährchen alt und so ziemlich die härteste, lauteste, grimmigste Combo, die man sich nur vorstellen kann. Flasche leer beim grauen, miefigen Patienten namens Rock? Die Drei von "Van Holzen" laden sie im Josefshaus-Keller etwa eine Stunde lang mit purer Energie auf. Egal, dass es das bisher am schlechtesten besuchte Konzert der "Sünde"-Saison 2017 ist - Sänger Florian Kiesling freut sich trotzdem artig, dass zur Weiden-Premiere der schwarzgekleideten Ulmer "doch so viele gekommen sind". Und die Holzens geben alles, spektakulär angetrieben vom schmächtigen Daniel Kotitschke am Schlagzeug, der zur perfekten Powerzelle mutiert. Nichts wirkt aufgesetzt, weder die eigenwillige Kombination aus Stoner-Rock, Grunge, Hardcore und deutschen Texten, noch die Bühnenaction aus wirbelnden Drumsticks, wild geschwenkten Gitarren und fliegenden Haaren. Am Ende widmet Kiesling das grandiose "Herr der Welt" "allen Wichsern, die fälschlicherweise im Bundestag sitzen". Und als Zugabe spielen sie, nomen est omen, "Schlaghammer". Immer feste druff, maximaler Druck bis zuletzt. Da schaut er, der alte Herr Rock. Die Kinder sind unsere Zukunft. Bild: Christian Simmerl

von Ralph Gammanick Kontakt Profil
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