07.09.2017 - 16:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Die Kino-Neustarts im Überblick Unbequeme Wahrheiten und knallharte Drogenschmuggler

Es wird unbequem in den Kinos. Zehn Jahre nach dem Oscar-prämierten Klimaschutz-Film „Eine unbequeme Wahrheit“ meldet sich der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore mit einer Fortsetzung zurück - "Immer noch eine unbequeme Wahrheit".  Tom Cruise schlüpft für "Barry Seal: Only in America" in die Rolle eines Drogenschmugglers.

Der Pilot Barry Seal (Tom Cruise). Bild: David James/Universal/dpa
von Julia Hammer Kontakt Profil

Außerdem dürfen sich Emma Watson-Fans freuen. Sie verkörpert die Hauptrolle im Film "The Circle". Spannend wird es mit den "Pfefferkörnern", die es nach 13 Staffeln mit 169 Folgen im Fernsehen erstmals auf die Kinoleinwand schaffen.

Die Neustarts im Überblick:



„Barry Seal: Only In America“: In der „Mission: Impossible“-Reihe ist Tom Cruise im kommenden Jahr wieder für den fiktiven Geheimdienst IMF im Einsatz. In seinem neuen Film arbeitet er als Drogenschmuggler für die real existierende CIA. Der biographische Thriller „Barry Seal: Only In America“ basiert auf einer wahren Geschichte. Ex-Pilot und Drogenschmuggler Barry Seal soll in den 1980er Jahren gegen die nach Ansicht der Reagan-Regierung wachsende kommunistische Bedrohung in Mittelamerika vorgehen. Bei seinen Drogenflügen beliefert er im Auftrag der US-Regierung nebenbei die Contra-Rebellen in Nicaragua mit Waffen. Sarah Wright spielt Barrys Ehefrau Lucy Seal. „Star Wars“-Star Domhnall Gleeson ist als CIA-Agent Monty Schafer zu sehen. Regie führte US-Regisseur Doug Liman („Swingers“). (Regie: Doug Liman - Mit: Tom Cruise, Sara Wright und Domhnall Gleeson - 115 Minuten - Frei ab 12 Jahren) (dpa)

„The Circle“: Die Mittzwanzigerin Mae Holland (Emma Watson) bekommt von ihrer Freundin ein Vorstellungsgespräch beim heißesten Internet-Giganten im Silicon Valley verschafft und befreit sich so aus ihrem öden Büroleben. „Circle“ heißt die Firma und ihr Hauptprodukt ist ein riesiges soziales Netzwerk, das die düstersten Überwachungsfunktionen von Google, Facebook und co. zusammenfasst. Mae steigt schnell zum Liebling des väterlichen Chefs Eamon Bailey (Tom Hanks) auf. Alte Freunde und ein in Ungnade verfallener früherer Mitarbeiter warnen sie aber vor den Allmachtsfantasien des überdrehten Unternehmens, bis es beinahe zu spät ist. Die plump-plakative Mischung aus Tech-Drama und Thriller basiert auf einem Bestseller von Dave Eggers. (Regie: James Ponsoldt - Mit: Emma Watson, Tom Hanks, John Boyega und Ellar Coltrane - 110 Minuten - Frei ab 12 Jahren) (dpa)

„Immer noch eine unbequeme Wahrheit“: Die Doku zeigt, was sich seitdem auf unserem Planeten verändert hat – im Guten wie im Schlechten. Neben Bildern von schmelzenden Gletschern, überfluteten Städten und brennenden Wäldern wird gezeigt, was in Sachen Energierevolution bereist alles erreicht wurde. In seinem Kampf gegen die Erderwärmung begleiten ihn die Regisseure Bonni Cohen und Jon Shenk. Sie filmen den Politiker und Umweltschützer bei öffentlichen Veranstaltungen, bei Gesprächen mit internationalen Klimaexperten und bei der UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris im Dezember 2015. (Regie: Bonni Cohen, Jon Shenk - Mit: Al Gore - 100 Minuten - Ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Paris Barfuß“: Der Anruf kommt überraschend für Fiona. Die Kanadierin, die zurückgezogen in einem verschneiten Dorf lebt, soll ihrer Tante Martha in Paris zu Hilfe eilen. Denn Martha soll ins Altersheim, obwohl sie gerade mal 88 Jahre alt ist. Lächerlich! - findet Martha. Deshalb flüchtet sie vor der Pflegerin, die sie abholen will. Das hat Folgen. Denn nun kann auch Fiona ihre Tante nicht finden. Damit nicht genug: Bei dem Versuch, sich vor dem Eiffelturm fotografieren zu lassen, fällt Fiona in die Seine. Sie wird zwar gerettet, aber ihr Rucksack, Pass und Bargeld bleiben im Fluss. Zur Freude des Obdachlosen Dom, der ihre Habseligkeiten findet. Doch dann trifft er zufällig auf Fiona. Nach ersten Zwistigkeiten begibt sich das ungleiche Paar auf die Suche nach Martha: ein ganz und gar verrücktes Abenteuer. (Regie: Abel & Gordon - Mit: Dominique Abel, Fiona Gordon, Emmanuelle Riva und Pierre Richard - 83 Minuten - Ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Meine Cousine Rachel“: Der junge, unerfahrene Engländer Philip plant im frühen 19. Jahrhundert einen Rachefeldzug gegen eine ältere Verwandte, von der er glaubt, dass sie in Florenz seinen Vormund ermordet hat. Doch als die betörende Halbitalienerin Rachel auf seinem Landgut eintrifft, verfällt er ihr immer mehr. Obwohl seine Zweifel an ihrer Integrität nicht aufhören, schenkt er der freizügigen Frau weit mehr als nur wertvollen Schmuck und will sie heiraten. Bis er eines Tages unerklärlicherweise erkrankt. Nach der Mystery-Erzählung „Meine Cousine Rachel“ von Daphne du Maurier aus dem Jahr 1951 hat „Notting Hill“-Regisseur Roger Michell mit der bildschönen Rachel Weisz seine gleichnamige Leinwandversion geschaffen. Es ist bereits die dritte Verfilmung des Unterhaltungsklassikers. (Regie: Roger Mitchell - Mit: Rachel Weisz und Sam Clafin - 106 Minuten - Ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„Die Pfefferkörner“: 13 Staffeln mit 169 Folgen: Seit bald 18 Jahren lösen die Hamburger „Pfefferkörner“ im Fernsehen kleine Kriminalfälle. Ihr größtes Abenteuer erleben die Spürnasen aus der Speicherstadt jetzt auf der Leinwand. Mit jeder Menge Action und Spannung geben die Nachwuchsdetektive ihren Kino-Einstand. Der führt sie erstmals auch weg aus ihrer Heimat nach Südtirol. Mit dem Leinwand-Debüt tritt die nunmehr neunte „Pfefferkörner“-Gruppe an, mit der im Herbst dann auch die 14. Staffel im Fernsehen anläuft. (Regie: Christian Theede - Mit Marleen Quentin, Ruben Storck, Luke Matt Röntgen und Emilia Flint - 99 Minuten - Ohne Altersbeschränkung) (dpa)

„On the Milky Road“: Emir Kusturica ist ein für Filme wie „Schwarze Katze, weißer Kater“ oder „Arizona Dream“ (mit Johnny Depp) bekannter Regisseur. Nun kehrt Kusturica nach längerer Pause wieder mit einem Spielfilm in die Kinos zurück. In seiner auf, wie es heißt, „drei wahren Geschichten und jeder Menge Fantasie“ beruhenden, märchenhaften Erzählung geht es vor allem um die Liebe. Der im Mittelpunkt stehende, von Kusturica selbst verkörperte Milchmann Kosta steht kurz vor der Hochzeit mit einer Dorfschönheit. Noch faszinierter aber ist er von der Italienerin (Monica Bellucci), die eines Tages aufkreuzt. Dass sie einem anderen versprochen ist, hindert Kosta nicht daran, sich mit ihr auf eine wild-romantische Flucht zu begeben. (Regie: Emir Kusturica - Mit: Monica Bellucci, Emir Kusturica und Predrag Manojlovic - 125 Minuten - Frei ab 16 Jahren) (dpa)

„Eine fantastische Frau“: Wie schon im Vorgängerfilm des Chilenen Sebastián Lelio, dem bei der Berlinale mit einem Silbernen Bären bedachten „Gloria“, steht auch diesmal eine Frau im Fokus. Die „fantastische Frau“ indes, von der der Regisseur uns erzählt, war einmal ein Mann. Marina liebt einen deutlich älteren Herren, Orlando. Ihretwegen hat dieser seine Familie verlassen. Nach Orlandos plötzlichem Tod aber, sieht sich Marina nicht nur dem Misstrauen von Orlandos Familie ausgesetzt. Orlandos Ehefrau untersagt Marina die Teilnahme an dessen Beerdigung. Zudem muss sich Marina den Fragen einer Polizistin stellen. Bei Lelios kommendem Projekt, dem Film „Disobedience“, handelt es sich um sein erstes englischsprachiges Werk. (Regie: Sebastián Lelio - Mit: Daniela Vega, Francisco Reyes und Luis Gnecco - 104 Minuten - Frei ab 12 Jahren) (dpa)

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