05.04.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Frühlingskonzert im Kepler-Gymnasium Erste "Schokosahne"

Endlich ist der Winter vorbei, wir haben die kalte Jahreszeit hinter uns gelassen. Alles wird grün, die Sonne lächelt, und am Kepler-Gymnasium beginnt das Frühlingskonzert. In der Aula gehen "alle Türen auf", wie es Songwriterin Ronja Künkler in ihrem eigenen Song ausdrückt - allerdings auf das bevorstehende Abitur bezogen.

Wie immer bildet die "Kepler Big Band" den rhythmischen Schlusspunkt des Frühjahrskonzerts. Bild: uz
von Helmut KunzProfil

Vor großem Publikum beginnt der kleine, aber feine Unterstufenchor unter souveräner Leitung von Katharina Scharnagl mit dem traditionellen Kanon "Mango, Mango". An zweiter Stelle folgt die Bendzko-Nummer "Keine Maschine", ein Protestlied gegen das bloße Funktionieren am Arbeitsplatz mit der Botschaft, dass einfach so weitermachen keine Option sei. Der Song "Nie mehr" von C. Waible rundet den Auftritt ab.

Das gemischte Ensemble unter Stabführung von Christoph Pausch interpretiert gekonnt mit Wonkas "Welcome Song" die Schokoladenseite des Lebens und gibt mit Itaal Shurs "Smooth-Samba" gleich bekannt, wo die Schokosahne am besten schmeckt. Viel nachdenklicher hingegen die Folgenummer: "Hey Brother". Christoph Pausch, seit diesem Schuljahr neuer Musiklehrer am "Kepler", hat einen interessanten Klangkörper geformt, dem man die Freude an der Musik nicht nur ansieht - ein sehr gelungener Einstand.

Glanzvoll: "Cats"

Am Klavier spielt Antonia Wechsler eines der populärsten Werke Rachmaninows: das "Prelude cis-Moll". Es gelingt ihr sehr gut, wuchtige russische Glocken nachzuahmen und im Mittelteil zu zeigen, wie virtuos sie das Instrument beherrscht. Aus der Feder Jeremy Cohens stammt "Tango Eight", das von Leonard Wechsler (Violoncello) und Antonia Wechsler (Violine) als Duett mitreißend vorgetragen wird.

Anschließend entführt der gemischte Chor unter bewährter Leitung von Stefan Schultes das Publikum in die Welt des Musicals: Aus "Cats" von Andrew Lloyd Webber erklingen Songs wie "Jellicle Songs für Jellicle Cats", "Old Deuteronomy" und "Memory" - eine glanzvolle Leistung der Sänger.

Die neu gegründete Band "Inception" zündet unter Leitung von Christoph Pausch ein Hit-Feuerwerk aus "Breakfast at Tiffanys", "21 Guns" und "Dani California". Erstaunlich, wie präzise die Bandmitglieder agieren. Besonders hervorzuheben sind Sängerin Konstancja Zacharias und Sänger Frank Buhr, Chemie- und Biologielehrer. Nach der Pause spielt Ekaterina Portnyagina an ihrer alten Wirkungsstätte das höchst anspruchsvolle "Scherzo b-Moll" von Frederic Chopin und ihre sentimentale Eigenkomposition "Story of Memories". Die Medizinstudentin (Abitur 2015) zeigt ihre grandiose Technik und hohe Musikalität.

Kraftvoll und swingend

Ronja Künkler bringt auf berührende Weise zwei großartige, hintergründige Eigenkompositionen ("Musik" und "Alle Türen auf") zu Gehör. Traditionell zum Schluss tritt die "Kepler Big Band" auf. Bandleader Peter König lässt seine Truppe mal kraftvoll, mal swingend Werke wie "Doxy", "Summertime" und "Hello" spielen. Gesang: Ronja Künkler und Christin Rückbroth. Ein gelungener Abschluss eines sehr hörenswerten Schulkonzerts. Der Frühling kann kommen.

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