08.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit besteht seit 30 Jahren Toleranz und Menschlichkeit

"Toleranz - Verständnis - Gemeinsinn - Menschlichkeit": Das zeichnet die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit seit nunmehr 30 Jahren aus. Verantwortliche Frauen und Männer haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zusammenzuführen, um voneinander zu lernen und sich besser zu verstehen.

Pfarrer Hans-Martin Meuß (stehend, Dritter von links) ist für die evangelische Seite als neuer Vorsitzender im Amt. Die übrigen Vorsitzenden der Christlich-Jüdischen Gesellschaft sind in ihren Ämtern bestätigt. Bild: le
von Fred LehnerProfil

Ganz im Zeichen des 30-jährigen Gründungsjubiläums stand die Mitgliederversammlung am Dienstag im Café Mitte. Von der ersten Stunde an dabei und im Vorstand tätig waren Werner Friedmann, Constanze Schöner und Pfarrer Alfons Forster. Auch Bürgermeister a. D. Fred Lehner aus Floß gehört zu den Gründungsmitgliedern. Es stecke viel persönliches Engagement dahinter, betonte Pfarrer Alfons Forster zu Beginn der Versammlung. Ein kleiner, treuer Kreis organisiere eine Vielzahl von Aktivitäten. Zentrale Veranstaltungen seien die Feierlichkeiten zur "Woche der Brüderlichkeit" in der Flosser Synagoge und das Gedenken an die Pogromnacht am 9. November in der Konrad-Adenauer-Anlage in Weiden.

Schriftführerin Constanze Schöner erinnerte in ihrem Rückblick unter anderem an Vorträge von Monika Ilg, ein Filmgespräch mit Vortrag von Dr. Volker Wappmann zum Thema "Christen in der Oberpfalz - was uns trennt, was uns eint", die Wanderausstellung "Verehrt - verfolgt - vergessen" im Kulturzentrum Hans Bauer mit anschließendem Konzert von Liv Migdal in der Michaelskirche. Professor Dr. Michael Brenner beeindruckte mit seinem Vortrag "Von Hakoah Wien bis zum FC Bayern: Juden im europäischen Sport zwischen den Weltkriegen". Das Asphaltkapellenfest in Etsdorf gestalteten Rabbiner Dannyel Morag, Pfarrer Alfons Forster und Monika Ilg.

Bei den Neuwahlen bestätigt wurden: Werner Friedmann (Jüdischer Vorsitzender), Pfarrer Alfons Forster (1. Katholischer Vorsitzender), Monika Ilg (2. Katholische Vorsitzende), Wolf-Rüdiger Franz (2. Evangelischer Vorsitzender ), Hauptkassier Franz J. Häring, Schriftführerin Constanze Schöner, Beisitzer und Kassenprüfer Otmar Singer. Neu im Amt sind Pfarrer Hans-Martin Meuß (1. Evangelischer Vorsitzender) und Kassenprüferin Jutta Schaller (zweite Kassenprüferin).

Pfarrer Forster verwies auf die zentrale Veranstaltung am Sonntag, 8. April, um 15 Uhr in der Synagoge in Floß im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit", auf den feierlichen Gedenkakt zum 73. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg sowie auf Vortrag und Gespräch mit Tom Segev am Dienstag, 15. Mai, um 20 Uhr in der Buchhandlung Rupprecht in Weiden. Ab Oktober gibt es eine VHS-Veranstaltungsreihe, bei der Werner Friedmann zum Thema Judentum und Pfarrer Hans-Martin Meuß zum Thema Christentum referieren werden.

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