I am from Austria begeistert Zuschauer in Weidener Max-Reger-Halle
„Die Blume aus dem Gemeindebau“ trifft den „Großvatter“

Die große Austropop-Show "I am from Austria" gastierte in der Max-Reger-Halle und begeisterte 700 Fans mit Hits von Ambros bis Danzer und der EAV bis Falco.
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
08.01.2017
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Austropop ist eine Männerdomäne. Man hatte sich zwar im Vorfeld überlegt, auch Christina Stürmer mit ins Programm zu nehmen, hat die Idee aber schnell fallen lassen. Sogar bei der Austria-Ikone Falco tat man sich anfangs schwer, gönnte sich aber dann doch ein paar Lieder von ihm. Austropop, das sind sind in erster Linie "Austria 3", bestehend aus Wolfgang Ambros, Georg Danzer und Rainhard Fendrich.

Band aus Oberbayern

Aber natürlich gehören auch STS, Ludwig Hirsch und Peter Cornelius dazu. Die Erste Allgemeine Verunsicherung vielleicht noch. Aber dann hat sich's. Bereits Ende der 60er Jahre kamen die Dinge ins Rollen. "Wir haben, was soll ich sagen, glaube ich das Richtige dabei", gibt sich Matthias "Hias" Rasch von der Cover-Band "I am from Austria" zuversichtlich. Am Donnerstag erobert die Formation die Max-Reger-Halle mit österreichischem Dialekt.

Besser gesagt: auf wienerisch. Dabei stammt das Sextett - Resultat eines Veranstalter-Castings vor vier Jahren - aus dem Chiemgauer Raum und damit aus Oberbayern und nicht aus Wien. 2012 geht es für die Sechs richtig los. Damals formieren sich Peter "Schutti" Schuster (Gitarre), Rasch und Manuel Gramüller (Rhythmusgitarre) zu einer Gesangsgruppe. Den Rücken stärken ihnen seitdem Reiner Winterstetter (Keyboard), Robert Ertl (Schlagzeug) und Bernhard Schmied (Bass). Schon vor ihrem Casting orientieren sich einige der Bandmitglieder an ihren Vorbildern, allen voran an Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz, kurz STS. Mal abgesehen davon, dass in der Reger-Halle nicht die Originale auf der Bühne stehen, präsentiert die Band den 700 Besuchern eine exzellente Live-Show mit Lichteffekten, dem charakteristischen Zungenschlag und tadelloser Musik, der Szene durchaus würdig. Es beginnt mit "Feuer", manifestiert sich dann schnell bei den legendären "Austria 3". Aus der Feder von Wolfgang Ambros stammte"Die Blume aus dem Gemeindebau", von Georg Danzer "Jö schau", dann ein Rainhard-Fendrich-Medley mit "Oben ohne". Als Schwungrad quasi für die beiden folgenden STS-Cover "Irgendwann bleib i dann dort" und "Großvater".

Fans lieben die Hits

Der einzigartige Mythos der "Fürstenfeld"-Macher fasziniert und reißt das Publikum zu Beifallstürmen hin. Mit diesem Rückhalt spielen "I am from Austria" ein Peter-Cornelius-Medley, "Flyin' high" von Opus und schließlich eine eher untypische, aber eingängige Nummer von Ludwig Hirsch, bei dessen Liedern man sich normalerweise am liebsten unter die Decke verkriecht: "Gel Du magst mi".

Den "Märchenprinz" und "Heiße Nächte in Parlermo" von der EAV sowie ein Falco-Potpourri aus "Kommissar" und "Amadeus" hatsich die Band für den zweiten Teil aufgehoben. Die Fans schätzen Hits wie "Schifoahrn", "Es lebe der Sport" und "Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehn?". "Zwickts mi" gibt es als Zugabe und dann ist das mehr als zweistündige Best-of-Programm auch schon Geschichte. Unter großem Publikumsapplaus.
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