22.09.2012 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Landestheater Oberpfalz stellt Programm für Spielzeit 2012/2013 vor - Sechs Eigenproduktionen ... Bühnenkunst mit festem Blick auf die Heimat

An der Theke des Jugendzentrums Weiden stellte das LTO am Freitag seinen neuen Spielplan vor (von links): Reinhard Kausler (Vorsitzender Stadtbühne Vohenstrauß), Intendant Matthias Winter, Pressesprecherin Marlene Wagner-Müller, Schauspieler Wolfgang Krebs, Regisseurin Doris Hofmann, Autorin Christine Willfurth und Dramaturg János Kapitány. Bild: Götz
von Rudolf BarroisProfil

Theater aus der Oberpfalz für die Oberpfälzer: Auch in der kommenden Spielzeit will das Landestheater Oberpfalz (LTO) der aus seinem Namen abgeleiteten Verpflichtung nachkommen. Das Kulturunternehmen wartet diesmal mit sechs Eigenproduktionen auf, darunter zwei Uraufführungen. Ein Jugendtheaterfestival soll zudem die Talente der Region in Weiden zusammenführen. Am Freitag stellte Pressesprecherin Marlene Wagner-Müller im Weidener Jugendzentrum zusammen mit Intendant Matthias Winter das neue Programm vor.

Mit dem Schauspiel "Novecento" ("Die Legende vom Ozeanpianisten") von Allesandro Baricco gibt János Kapitány, der neue Dramaturg des LTO, sein Debüt als Regisseur. Wolfgang Krebs wird ab 13. Oktober in der Regionalbibliothek Weiden den begnadeten Musiker Novecento verkörpern: Der Bub wird während der große Auswanderungswelle um 1900 auf einem Atlantikdampfer zurückgelassen, mausert sich zum Pianisten und wird das Schiff niemals verlassen. Kapitány verspricht eine "Hommage an Musik, Freundschaft und Leidenschaft".

Klupps "Paradiso" als Stück

Theater aus der Region heißt auch, oberpfälzische Autoren zu spielen. Dies wird in der kommenden Saison zweimal der Fall sein. Am 1. Dezember ist in der Regionalbibliothek Weiden "Luis, der Weihnachtsbengel" zu sehen, ein Stück von Christine Willfurth: Ein junger Engel, dem wegen einer Dummheit der Flug zur Erde gestrichen wurde, sorgt während seines Hausarrests dafür, dass Langeweile nicht aufkommt. Doris Hoffmann, die im Sommer den Mephisto im "Faust" spielte, führt hier Regie. Eine zweite Uraufführung gibt es am 15. Februar, wenn im Jugendzentrum Weiden Thomas Klupps populärer Roman "Paradiso" gespielt wird, vom ehemaligen LTO-Dramaturgen Daniel Grünauer für die Bühne bearbeitet. Klupp erinnert darin an wilde Zeiten im Weidener Jugendzentrum und erzählt die Geschichte von Alex Böhm, der nach Berlin abhaut und 15 Jahre später eine Reise in die eigene Vergangenheit unternimmt.

Die Weidener Thermenwelt bietet am 20. Oktober die Kulisse für "Warten auf Godot" . Das Schauspiel von Samuel Beckett wird in die Wasserwelt verlegt, in der Wladimir und Estragon sich die Zeit vertreiben und über Belangloses streiten. Das scheinbar Sinnlose spielt eine wichtige Rolle in diesem Klassiker, der das Theater revolutionierte. Matthias Winter führt Regie.
Zurück zu seinen Weidener Wurzeln kehrt Radiomoderator Matthias Matuschik , wenn er in einer etwas anderen Neujahrsgala zu seiner "Comedy Kultour" einlädt. Mit dabei ist die Oberpfälzer Newcomer-Band "Charmebereich".

Klassiker in Max-Reger-Halle

Eines der bekanntesten Musicals aller Zeiten wird am 8. März in der Stadthalle Vohenstrauß über die Bühne gehen: "The Rocky Horror Show" - eine irre Geschichte mit toller Musik von Richard O'Brien, nicht nur als Film längst Kult. Das breite Potenzial an "oberpfälzisch-kultureller Wildheit" will das LTO indes Mitte Januar bündeln, wenn es junge Theatergruppen und Bands aus der Region ins Weidener Jugendzentrum zu einem Festival einlädt, bei dem das Publikum einbezogen werden soll.

Ein Wiedersehen mit Ilja Richter wird es am 18. Dezember in der Max-Reger-Halle geben - im Schauspiel "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" : Ein weiser alter Türke, bei dem die Bewohner des jüdischen Viertels in Paris einkaufen, wird zur zentralen Figur für einen Jungen. Eine der eigenartigsten Liebesgeschichten der Theaterliteratur wird am 30. Januar am selben Ort gespielt: Die romantische Komödie "Cyrano de Bergerac" von Edmont Rostand. "Außer Kontrolle" (Gastspiel des Landestheaters Niederbayern, Max-Reger-Halle) gerät am 30. Oktober das Leben eines Staatsministers, der sich regelmäßig mit der Sekretärin der Opposition trifft. Das geht solange gut, bis die beiden ertappt werden - von einer Leiche. Am 20. Februar ist in der Halle schließlich Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" als Tanztheater zu sehen.

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Karten unter anderem beim NT/AZ-Ticketservice unter Telefon 0961/85-550 und 09621/306-230.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.landestheater-oberpfalz.de

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