21.08.2016 - 15:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Lars Amann gibt mächtiges Gestspiel in der Josefskirche Grenzen der Orgel ausgelotet

Bei Improvisationen über "Nun lobet Gott im hohen Thron" und "Nun danket Gott" aus dem "Gotteslob" zeigte Lars Amann bei den Sommermatineen in St. Josef am Samstag, dass er mit seinen 18 Jahren bereits ein Meister an der Eisenbarth-Orgel ist. Den Schüler des Gymnasiums Neustadt hatte der Bamberger Domorganist, Professor Willinger, unterrichtet. Ein weiterer Lehrer des in Windischeschenbach geborenen jungen Mannes ist der Pariser Universitätsprofessor Pierre Pincemaille, der am 25. November in der Josefkirche ein Gastkonzert geben wird.

Mit der Eisenbarth-Orgel in der Josefskirche ist Lars Amann längst vertraut. Bild: hcz
von Autor hczProfil

Kirchenschiff erschüttert

Nach dem Abitur im kommenden Jahr strebt Amann ein Orgelstudium an. Er spielt seit zehn Jahren Klavier und seit fünf Jahren Orgel. Seine Vertrautheit mit der Eisenbarth-Orgel der Josefskirche rührt daher, dass er in den vergangenen Jahren zeitweise Kirchenmusikdirektor Luis Denz vertreten durfte. Die Orgel-Improvisationen, mit denen Amann die Grenzen der Orgel auslotete, begannen mit einem das Kirchenschiff erschütternden Allegro. Nach diesem prunkvollen Auftakt folgte ein spielerisches, glockenspielartiges Scherzo, gefolgt von einem ruhigen, fast meditativen Adagio, welches in ein schnelles, furioses Finale mündete.

Zugabe am Samstag

Schließlich bot Amann noch eine Hommage an Pierre Cochereau, den ehemaligen Organisten von Notre Dame, der von vielen als der "größte Improvisator aller Zeiten" bezeichnet wird. Am kommenden Samstag ist der junge Organist Amann noch einmal zu hören.

Am 3. September kommen dann Töne der Konzertgitarre des 15-jährigen Peter Ermer, eines Schülers am Domspatzengymnasium Regensburg, zu Gehör. Judith Peter, Silvia Schönberger, Agnes Klupp (Gesang) und Karin Schönberger an der Orgel werden die Matinee am 10. September gestalten.

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