10.04.2018 - 15:32 Uhr
Oberpfalz

Matinee des Meisterkurses Gesang Stimmgewaltiger Abschluss

Die Matinee des Meisterkurses am Sonntag ist krönender Abschluss: Acht junge Sopranistinnen zeigen, welche Stimmgewalt in ihnen steckt.

Die Zuhörer der Matinee erleben einen grandiosen Abschluss des Gesangs-Meisterkurses unter der Leitung von Sabine Lahm. Bild: fsb
von Redaktion OnetzProfil

Kursleiterin Sabine Lahm moderierte im voll besetzten Saal im Alten Rathaus und dankte Sandra Vucenovic für die muskalische Begleitung am Klavier. Um die Organisation des Konzertes im Rahmen der Max-Reger-Tage hatten sich Irmgard Betz und Astrid Karl gekümmert. Die einzelnen Interpretinnen überzeugten die Zuhörer durch ihr Stimmvolumen, ihren beeindruckenden Tonumfang, ihre Bewegungselemente und die schauspielerischen Fähigkeiten. Gerade das sei ein Merkmal des Meisterkurses. Die 18-jährige Lokalmatadorin Mirijam Denz eröffnete den musikalischen Reigen mit dem für das Konzert zunächst verwirrend klingenden Song "I hate music" aus Leonard Bernsteins Liederzyklus "A Cycle of Five Kid Songs". Doch die Titelverlängerung klärt auf: "...but I like to sing". Denz sang auch von Max Reger das unterhaltsame Lied "Nr. 24 Abgeguckt" aus den "Schlichten Weisen, op.76". Die in Weiden wohnende Marija Grauba trug mit "Nr. 52 Mariä Wiegenlied" dessen wohl bekanntestes Lied vor.

Die in Florenz lebende und derzeit die "Carmen" singende Denise Felsecker mit "Nr. 12 Mit Rosen bestreut", Maja Muzar aus Zagreb mit "Nr. 3 Waldeinsamkeit" sowie die schon vor vier Jahren in Weiden aufgetretene Niederländerin Esther Ree mit "Glückes genug, op. 37/3", dem Lieblingslied von Sabine Lahm, rundeten Regers Klavierlieder ab.

Ihre Erkältung nicht mehr anzumerken war der in Weimar lebenden Laura Cromm bei ihrer Darbietung der Hexe Loreley in langen und dunklen Vokalen mit "Nr. 3 Waldesgespräch" aus dem "Liederkreis op. 39" von Robert Schumann nach Geschichten von Joseph von Eichendorff. Mit voluminöser Stimme trug Marija Grauba die "Arie der Elsa: Einsam in trüben Tagen" aus Richard Wagners romantischer Oper "Lohengrin" nach dem mittelhochdeutschen Versepos Parzival vor. Die Griechin Georgia Gounari interpretierte mit hohen Passagen Giacomo Puccinis "Schmelz"-Arie der Magda "Chi il bel sogno di Doretta" aus der lyrischen Komödie "La Rondine".

Der zweite Teil der Matinee entführte das Publikum in das Reich der Operette. Denise Felsecker sang die Arie des angeheiterten Prinzen Orlowsky "Ich lade mir gern Gäste ein" aus "Die Fledermaus". Jana Hess wagte sich an eine der anspruchvollsten Mozart-Arien, die des Fiordiligi "Temerari Come scoglio" aus "Cosi fan tutte". Ihre lyrische Sopranstimme zum Ausdruck brachte danach Esther Ree mit "O Dieu! ... Ah, je ris", der "Juwelenarie der Marguerite" aus der Oper "Faust" von Charles François Gounod. Aus dem mit Abstand erfolgreichsten Stück des Komponisten Eduard Künnecke, der unterhaltsamen, hörenswerten Operette "Der Vetter aus Dingsda", brachte Georgia Gounari die Arie der Julia "Strahlender Mond, der am Himmelszelt thront" eindrucksvoll zu Gehör. Mit einem "Gassenhauer" zum Mitsingen aus Franz Lehárs erfolgreichster Operette "Die lustige Witwe" fand das Konzert seinen würdigen Abschluss: Jana Hess begeisterte mit der Arie der Hanna Glawari "Es lebt' eine Vilja, ein Waldmägdelein".

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