Rekordkulisse bei Sommermatineen
Gefühlvoll und fetzig

Reinhold Maß aus Neustadt/WN und der Weidener Johannes Seiler boten den 200 Besuchern ein beeindruckendes Konzert bei den Sommermatineen in der Josefskirche. Bild: hcz

Mit dem Ende der Ferien finden auch mehr Besucher zu den Sommermatineen. Vielleicht liegt es aber auch an Reinhold Maß und Johannes Seiler, die am Samstag für die Rekordzahl von 200 Gästen in der Josefskirche sorgten.

Die Musiker boten melodische und fetzige Instrumentalstücke aus Irland und Schottland - alle "unplugged", also ohne technische Unterstützung. Die beiden früheren Studienräte an der Realschule Neustadt/WN verbindet viel: Gemeinsame Irland-, Schottland-, England- und Wales-Reisen mit zahlreichen Live-Auftritten.

Darbietungen in Bayern unter dem Namen "exiles" und langjähriges musikalisches Wirken als "Ensemble Espressivo" und "Rondo Lobkowitz" kennzeichnen ihre 40-jährige Freundschaft und die Liebe zur irischen und schottischen Musik. Beide vertieften ihre Sprach- und Musikkenntnisse bei einjährigen Aufenthalten als Lehrer in Schottland.

Bei der Matinee in St. Josef beeindruckten Maß und Seiler mit gekonnt abgestimmtem, zweistimmigem Gesang - gefühlvoll begleitet von Gitarre, Violine, irischen Flöten und Dudelsack-Chanter. Die Zuhörer waren begeistert von "Beloved Mary" und "Star of the County down" des bekanntesten irischen Komponisten Turlough O'Carolan, von englischen Volksliedern wie "I know where I'm going" oder "Lonesome Boatman" von Finbar Furey. Maß, der nicht nur eine kräftige Stimme besitzt, sondern auch einfühlsames, aber auch rasantes Geigen- und Gitarrenspiel bot, hatte sämtliche Stücke bearbeitet und arrangiert. Seilers warme Stimme und sein eindringliches Spiel mit den irischen Flöten ("Tin Whistles") gingen nicht nur beim bekannten "Amazing Grace" unter die Haut. Bei Leonard Cohens "Halleluja" und Andreas Gabaliers "Amoi seg ma uns wieder" gab es kein Halten mehr. Das Publikum stimmte gerührt in den Gesang mit ein. Die Matinee am kommenden Samstag gestalten die Sängerinnen Judith Peter und Sylvia Schönberger. Sie werden von Karin Schönberger an der Orgel begleitet.
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