18.01.2016 - 17:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Soulschwestern und Bluesbrüder Magische "Musical Moments"

Sie kamen von hinten, von vorne, von den Seiten. Ganz schön gruslig, diese Invasion von Blutsaugern auf den Zuschauerrängen. Doch der "Tanz der Vampire" war nur ein Höhepunkt von vielen bei den "Musical Moments".

Die Wonnen der Nonnen: Die himmlischen Gospelchöre von "Sister Act" waren zum Niederknien. Bilder: Kunz (2)
von Autor UZProfil

Die Show brachte am Sonntagabend in der Max-Reger-Halle mehr als 600 Zuschauer auf Touren. Sie feierten die Akteure frenetisch und forderten mehrere Zugaben. Als "witzig-charmant" war die Gala angepriesen. Die "Espen Nowacki's"-Produktion mit Sitz in Pfronten wollte weg vom Perlenspiel traditioneller Musical-Paraden, die den Besuchern zwar Auszüge zeigen, aber den Inhalt schuldig bleiben.

Das war hier zwar ähnlich, gelang aber dank kluger Moderation doch irgendwie runder. Eine perfekte Mischung, weil man den Eindruck hatte, hier ein Gesamtkunstwerk zu sehen. Beim Klassiker "West Side Story" holte sich Tony seine Maria sogar aus den hinteren Reihen des Publikums zur Bühne hoch. Das Ensemble aus Sängern und Tänzern war stimmgewaltig und schwungvoll. Beispiel "Evita". Hier wurde der Gesangsmonolog der argentinischen Präsidentengattin mit einer zauberhaften Tanzbeilage aufgehübscht. Und eine der älteren Schwestern aus "Sister Act" versuchte, einen männlichen Zuschauer anzubaggern.

Präsentiert wurden insgesamt handverlesene Hits aus den bekanntesten Musicals der letzten 40 Jahre. Eingesetzt waren einige der besten Allround-Talente der Szene. Es ging um zwei Ganoven, die sich "Blues Brothers" nennen, um den Verwandlungskünstler "Jekyll und Hyde", um die österreichische Kaiserin Sissi und ihren Franzl und um Fünfziger-Jahre-Tollen und Pettycoats. Riesenapplaus erntete "Memory" aus Cats, aber auch "Time of my Life" aus "Dirty Dancing".

Musical-Auszüge wie aus "Ich war noch niemals in New York", die Hommage an Udo Jürgens, "We will rock you" mit gigantischen "Queen"-Nummern und "Mamma Mia", das an die große Zeit der Schweden-Gruppe "Abba" erinnerte, rundeten das farben- und kostümprächtige Spektakel zum einem viel beklatschten Finale ab.

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