07.05.2018 - 13:28 Uhr
Oberpfalz

Stadtmuseum zeigt gläserne Sammlung Geschundenes Glas

Weiden. Da hat sich einiges angehäuft. Kein Wunder, wenn man seit 120 Jahren sammelt. Welch gläserne Vielfalt im Depot des Stadtmuseums schlummert, brachte rund 60 Besucher der Midissage am Sonntagvormittag zum Staunen.

Dass die Ausstellung im Stadtmuseum so große Resonanz findet, darüber freuen sich (von links) Kulturamtschefin Petra Vorsatz, Bürgermeister Lothar Höher und Dr. Sebastian Schott. Bild: SWI
von Silke WinklerProfil

Die Ausstellung "Schätze aus Glas" - Das Stadtmuseum zeigt Prunkstücke aus seiner Sammlung" umfasst die gesamte Palette der Glasherstellung. Das über Jahrzehnte gewachsene Repertoire reicht von edlen Designerstücken des Jugendstils über geschliffenes und gepresstes Glas bis hin zu einem mundgeblasenen Nachttopf. Bei der in ihrer Zusammenstellung einzigartigen Werkschau nimmt das sogenannte "geschundene Glas" einen besonderen Platz ein. "Hierbei handelt es sich um Werkstücke, die die Glasmacher in der Mittagspause herstellen durften, um sich ein Zubrot zu verdienen", erklärte Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz in ihrer Laudatio. Vor der unglaublich schweren Kunst des Glasmachens hat die Kuratorin höchsten Respekt. Daher habe sie einen der bekanntesten Glasmacher der Oberpfalz mit einer Vitrine ein besonderes Denkmal gesetzt. "Sepp Zupfer war nicht nur ein genialer Witze-Erzähler, sondern auch ein großartiger Glaskünstler", betonte Vorsatz.

Dass Weiden über viele Jahrzehnte ein Zentrum der Glasherstellung war, machte Bürgermeister Lothar Höher in seiner Ansprache deutlich: "Glas war eines der Produkte, die unsere Region groß gemacht hat." An diese Tradition erinnern auch die bei der Ausstellung gezeigten Menübücher des Hotels Post. Insgesamt 63 Mal haben sich die Glashüttenbesitzer der nördlichen Oberpfalz im Hotel am Oberen Markt zum Essen getroffen.

Für die Ausstellung mit dem "tollen Thema Glas" dankte Höher der Kulturamtschefin und dem stellvertretenden Leiter des Stadtmuseums Dr. Sebastian Schott. Die noch bis 31. August im Stadtmuseum präsentierte Werkschau ist Teil des Projektes "GLAS wieder entdeckt und ans Licht geholt".

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