02.02.2018 - 20:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

"Tierisches" im Kunstbau Weiden: Ausstellung mit Holzschnitten von Kurt Sennebogen Neugierige Blicke in die Welt

Die Darstellung von Tieren in der Kunst gehört wohl zu den ältesten Motiven in der langen Geschichte des artistischen Schaffens der Menschheit - genauer gesagt gehen die frühesten noch erhaltenen Werke bis zu 35 000 Jahre zurück, erklärt Kuratorin Irene Fritz bei der Eröffnung der Ausstellung "Tierisches", die noch bis 18. März zu sehen ist.

Sprache der Linien auf feinen Schnittmustern: (von links) Kuratorin Irene Fritz, Künstler Kurt Sennebogen und Renate Höning vom Atelier Kunst Inklusiv bei der Eröffnung der Ausstellung "Tierisches". Bild: Höllerer
von Autor HLLProfil

In Zusammenarbeit mit dem Regensburger Atelier "Kunst Inklusiv" unter Leitung von Renate Höning zeigt der Künstler Kurt Sennebogen in fein strukturierten Holzschnitten seine eigene Sicht auf die Tierwelt. Dessen Faszination für dieses Sujet habe sich bereits in seinen früheren Arbeiten gezeigt, zuerst mittels Filzstift, Kreide, Malerei und schließlich hin zur Druckgrafik.

Sanfte Farben

Mit feinen Schnittmustern und berührenden, oft sanften Farben nutzt Sennebogen die Sprache der Linien für seine Gespräche mit der Welt und seine Sicht auf das von ihm gewählte Motiv - das Tier als Seelengefährte, als Projektionsfläche eigener Fantasien. Ob nun Schwein, Vogel oder Affe, mit prägnanten Händen, Füßen oder Krallen - mal blicken sie neugierig in die Welt oder nehmen intensiven Blickkontakt mit dem Betrachter auf, ganz ohne Argwohn.

Umgeben von zumeist nur wenigen Konturen stehen sie immer als starker Charakter im Zentrum der Schnitte. Die Motive sind auch ein Ausdruck der Geborgenheit des künstlerischen Raums, in dem man Kurt Sennebogen ahnt. Mit Hilfe seiner Werkzeuge konzentriert er sich zum einen ganz auf seine eigene Empfindens- und Erlebenswelt, eine Welt der Intuition und des Begreifens - sie führt den Künstler, dessen Sinne durch ein Handicap reduziert sind, durch eine komplexe Welt voller audiovisueller Reize.

Durch seine Arbeit bei "Kunst Inklusiv" findet der Künstler laut Irene Fritz eine Form des Miteinanders, in dem der Mensch Mensch sein kann, denn schließlich sei man trotz aller Unterschiede gemeinsam auf der Welt.

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