27.12.2017 - 20:24 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Volles Haus bei "Open Stage" in der "Sünde" Verborgene Talente

Die "Sünde" ist offen für alles: Musikalische Geheimtipps entern die "Open Stage". Und davor feiert mancher Besucher ein Comeback.

Frau spielt und genießt: Rebekka Meier alias "Die Nowak" aus Regensburg lauscht ihrem Duettpartner. Bilder: exb/Christian Simmerl
von Autor HLLProfil

Wiedersehen macht Freude - das Motto, das ansonsten alljährlich die Sommer-Partys des "Sündikats" überschreibt, scheint nun in der Weihnachtszeit sein hibernales Gegenstück gefunden zu haben. Einen Tag vor Heiligabend steht in der "Sünde" die "Open Stage" auf dem Programm, doch auch vor der Bühne ist bei erneut ausverkauftem Haus so einiges geboten: Weihnachtsheimkehrer treffen auf solche, die sich in der laufenden Konzert-Saison noch nicht über die "Sünde"-Schwelle gewagt haben und auf die unermüdlichen Dauergäste im Hinterhof des Josefshauses.

Alles zusammen ergibt dann beinahe so etwas wie eine große Party, dank der vielen kleinen Zwischenpausen mit Zeit zum Reden und Anstoßen. Natürlich immer im Mittelpunkt aber die offene Bühne an diesem Abend, auf welcher sich Talente jeder Art beweisen konnten. Ob Indie-Pop mit Gitarre und Klarinette, Flamenco-Tanz oder Textvortrag - die Bandbreite des Programms erweist sich als enorm und sämtliche Formen des künstlerischen Ausdrucks überspannend - immer natürlich auf gewohnt hohem "Sünde"-Niveau.

Niveau und Gaudi: So etwa mit dem obskuren, womöglich selbsternannten orthodoxen Priester Vladimir, der am Klavier mit einer leicht schrägen Version von "Stille Nacht" anfängt, nur um dann in eine überraschend kraftvolle Version eines Joe- Cocker-Songs auszubrechen. Und schließlich immer wieder das bereits erwähnte Wiedersehen - Kurzauftritte mit bekannten Gesichtern aus den Tagen, als etwa das "Strompost Kollektiv" und "William's Orbit" ständige Fixpunkte des Weidener Kulturlebens waren. Abgerundet wird der Abend schließlich von Rückkehrern aus jüngerer Zeit. Mit "El Porno" etwa, der erst kürzlich mit Texten und Musik ein Vorprogramm in der "Sünde" bestritten hat und schließlich immer wieder "Die Nowak". Die junge Sängerin und Pianistin, vor wenigen Wochen noch als Opening-Act von Tim Neuhaus gefeiert, gibt jetzt ihre seitdem von vielen Besuchern ersehnten Zugaben.

Nun geht's vom freudigen Wiedersehen in dieser Woche auch schon auf die Zielgerade der Konzertreihe, ehe der Pop-Up-Club zum Jahresende seine Türen schließt. Am heutigen Mittwoch ist das "Chris Gall Trio" in der "Sünde" zu sehen, am 30. Dezember die Elektroniker von "Ströme".

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