Weidener Helmut Schuller radelt auf dem Jakobsweg
Lebensmut in Buchform

Kultur
Weiden in der Oberpfalz
10.09.2011
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"Helmut, ich habe eine ganz schlechte Nachricht für dich: Du hast Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium." Wer vom Arzt seines Vertrauens eine solche Diagnose gestellt bekommt, spürt keinen Boden mehr unter den Füßen. Wenn dann nach einer weiteren Untersuchung der Befund korrigiert wird und nun statt Alzheimer eine schwere Gehirnblutung gefunden wird, dann ist man völlig im freien Fall.

Helmut Schuller jedoch fiel sofort auf die Füße - und lehnte die dringend empfohlene Notoperation ab, für die ihm eine Überlebenschance von 30 zu 70 genannt wurde. Heute ist Schuller 68 Jahre alt, gesund, fit wie ein Turnschuh und hat ein Buch über seine Erlebnisse geschrieben: "Losfahren und erwartet werden!" (Books on Demand, 19,80 Euro) heißt der 163-seitige Bericht des Weidners, der nach seiner Gesundung auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella radelte. "Mein Glaube, meine Ernährung und die Bewegung sowie der Glaube an mich selbst haben mich geheilt", schreibt der Autor.

Denn das Aneurysma im Kopf war nicht der einzige Tiefschlag, den ihm das Schicksal verpasst hatte. Schuller bekam in den Jahren zuvor bereits einen Herzklappenfehler und eine vergrößerte Prostata diagnostiziert. Beides hätte operiert werden sollen, beide Male, so schreibt er, schaffte er es ganz ohne Eingriffe.

In seinem Buch beschreibt Schuller seine Erlebnisse während seiner 40-Tage-Tour, beschwört aber auch die Kraft der Selbstheilung und die Macht einer positiven Lebenseinstellung. Er selbst ist wohl der radelnde Beweis, dass man eine Menge bewegt, wenn man sich bewegt.
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