29.09.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wieder Pop-Up-Club" im Josefshaus Kann den Musik "Sünde" sein?

"Das Sündikat", das sind 15 Weidener Kerle um "Motor" Lukas Höllerer, schlägt wieder zu: Zum dritten Mal öffnet der "Verein zur Förderung der Kultur und des Frohsinns" seinen Pop-Up-Club. Und weil es nicht immer einfach ist, geeignete Locations für Musik zu finden, trifft man sich wieder im Hinterhof des Josefshauses (Eingang über Asylstraße), um kleine, aber feine Konzerte zu erleben:

Mit der Berliner Band "Mockemalör" startet der "sünde"-Club in die dritte Saison. Bild: Marcus Engler
von Stefan Voit Kontakt Profil

Mockemalör (Montag, 2. Oktober, 20.30 Uhr): Elektropop, klassische Chansons, vielleicht Varieté? Modern oder mit einem Hauch von 20er-Jahre-Ästhetik? Wie wär es mit etwas von allem, verpackt in einen Abend fast wie im Schauspielhaus. Mockemalör aus Berlin vereinigen Synthesizer und Akkordeon, wilden Wald und Großstadt, während Sängerin Magdalena Ganter Sprachenwelten zusammenbringt Schrille Theatralität darf also erwartet werden, aber ebenso auch meditativer Minimalismus.

Mela (Freitag, 6. Oktober, 20.30 Uhr): Von der klassischen Musik zum Pop und wieder zurück: Für die Cellistin Marie Spaemann sind musikalische Grenzen fließend. Neben der Klassik widmet sich die gebürtige Wienerin zusätzlich ihrem Singer-Songwriter Projekt "Mela", einer One-Woman-Band aus Cello, Loopstation und markanter Stimme. In ihren Liedern lässt Mela - auf ihrem Instrument trommelnd, zupfend, streichend - Elemente aus Klassik, Soul oder Jazz zu einer einzigartigen Mischung verschmelzen.

Giant Rooks (Montag, 9. Oktober, 20.30 Uhr): Giant Rooks haben sich das Label "Art-Pop" zugelegt. Natürlich nicht ohne Grund: Das Quintett aus NRW strebt danach, mit neuen Klängen zu experimentieren. Rock, Elektro, Folk, schwermütig und doch tanzbar - das alles kann sich in ihrem Sound wiederfinden. Und noch viel mehr, denn Art-Pop bedeutet auch, offen zu sein für neue Einflüsse.

Simon Grohe (Freitag, 17. November, 20.30 Uhr): Grohe siedelt für einen Abend von Köln nach Weiden über, und im Gepäck hat er zwei Dinge: Erst mal sehr persönliche, einfühlsame und im besten Sinne soulige Rap-Tracks, Songs ohne plumpe Parolen. Vintage-Sounds treffen dabei auf moderne Beat-Ästhetik. Und als Extra-Schmankerl dabei ist Schlagzeuger Jan "Stix" Pfennig.

Tiere streicheln Menschen (Donnerstag, 23. November, 20.30 Uhr): Einer liest, einer singt. Du wirst lachen! So in etwa lautet das Motto von Actionleser Martin "Gotti" Gottschild und dem selbst ernannten singenden Erotikum Sven van Thom. Die beiden Berliner versprechen lustige Literatur, bei deren Vortrag einem sämtliche Körperteile schlackern sollen, vor Freude natürlich.

KUF (Samstag, 2. Dezember, 20.30 Uhr): KUF, bereits zum dritten Mal in Weiden, verbinden Jazz mit elektronischer Musik, der Kontrabass harmoniert reibungslos mit Synthesizer und Sampler, ergänzt durch das Schlagzeug, welches den ausufernden Songgebilden Halt gibt und Struktur verleiht - ein beeindruckendes Zusammenspiel von musikalischer Genauigkeit und pulsierender Freiheitsliebe.

Van Holzen (Freitag, 8. Dezember, 20.30 Uhr): Brettharte Riffs, zwar meterhoch aufgetürmt, die aber zur gleichen Zeit auch unheimlich catchy sind, das ist so ziemlich der unmittelbare Eindruck, den man beim ersten Hören ihres Major Label Debüts "Anomalie" bekommt. Dampf ablassen, sich verausgaben - ehrlich und handgemacht.

Tim Neuhaus (Sonntag, 10. Dezember, 20.30 Uhr): Kaum ist sein neues Album "Pose I + II" erschienen, schaut Neuhaus auch schon in der "Sünde" vorbei, um das zu tun, was er am besten kann: "Nach mir klingen". Tim ist ein Sänger und Songwriter, mit unkomplizierten und beinahe schwerelosen Liedern.

Chris-Gall-Trio (Donnerstag, 28. Dezember, 20.30 Uhr): Ob beim Jazzfestival Montreux oder im Wiener Konzerthaus - Chris Gall und sein Trio wissen überall zu begeistern. Der Münchner Pianist mit dem Ruf eines Stilpiraten und Musikfreibeuters, da er gerne über die Grenzen des Jazz-Genres hinausblickt, widmet sich zusammen mit Henning Sieverts am Bass und Peter Gall am Schlagzeug auch schon mal dem Indie-Rock und der Weltmusik.

Ströme (Samstag, 30. Dezember, 20.30 Uhr): Es gibt einen Kabelsalat zum Jahresende, wenn "Ströme" mitsamt ihrer "Heavy Machinery" anrücken. Kein Laptop, sondern analoge elektronische Musik bringt das Duo mit, viel blinkende Lichter, zwei A100 Modularsysteme, Synthies, Vocoder, Bass. Allerhöchster Rave-Appeal, aber eben handgemacht.

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Weitere Informationen und Karten:

www.die-sünde.de

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