850 Zuschauer beim letzten Heimspiel der Coocoons
Ein Fest zum Saisonabschluss

Marco Miklos (am Ball) steuerte für die Weidener 11 Punkte bei. Zu wenig, um dem FC Bayern gefährlich zu werden. Aber trotz der 65:75-Niederlage war es vor 850 Zuschauern in der Mehrzweckhalle ein richtiges Basketballfest zum Saisonabschluss. Bild: Schwarzmeier
Es war ein Basketballfest der Extraklasse, was die Verantwortlichen der Coocoon Baskets Weiden am Samstag den Fans zum Saisonschluss boten. Rund 850 Zuschauer in der Weidener Mehrzweckhalle sorgten - ausgestattet mit Fanklatschen und angeheizt vom neuen Wolfpack-Maskottchen der Coocoons - für eine stimmungsvolle Atmosphäre beim letzten Saison-Heimspiel. Dass die Weidener dabei in einer mehr als intensiv geführten Partie mit 65:75 gegen den FC Bayern München unterlagen, tat der Begeisterung keinen Abbruch.

"Wahnsinnsstimmung, tolle Atmosphäre, danke an alle Fans", sagte Kapitän Manuel Langhammer in der Halbzeit. "Wir sind stolz darauf, dass so viele Zuschauer hier sind", sagte Karlheinz Meier vom Förderverein. "Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind".

Einen guten Teil zur tollen Stimmung trugen jedoch auch die beiden Mannschaften bei, wobei es den Bayern vorbehalten blieb, besser in die verbissen geführte Partie zu starten. Tim Hasbargan verschaffte seiner Mannschaft mit drei erfolgreichen Dreipunktewürfen in den Anfangsminuten einen Neun-Punkte-Vorsprung, der mehr oder weniger bis Spielende Bestand halten sollte.
Dominierten dabei im ersten Viertel, das mit 25:17 an die Gäste ging, noch weitgehend die Offensivreihen, verteidigten im Verlauf der Begegnung beide Teams immer härter und kämpften verbissen um jeden Ball. Michail Rolinek mit 14 Rebounds war bei den Coocoons der herausragende Akteur. Die Gäste aus Oberbayern zeigten, dass sie enorme individuelle Klasse mannschaftlich geschlossen auf das Parkett bringen können und mit Julius Wolf (12 Punkte), Mauricio Marin (12) und dem sehr starken Hasbargan (19) über sehr gute Spieler verfügen.

Doch die Coocoons gaben nie auf und hielten vor allem über Jan Selinger (16 Punkte) und Marco Miklos dagegen. Mehrmals schien es, als würden die Coocoons den Rückstand entscheidend verkürzen können, doch Bayern wusste immer die entscheidende Antwort zu geben. "Wir haben besser gereboundet, weniger Turnover und mehr Assists und dennoch verloren", stellte Weidens Trainer Kevin Decker nach der Partie fest. "Was wir verlegt haben, ist unfassbar", schimpfte Miklos.
Am Ende eines sehr temporeichen Spiels mit hoher Verteidigungsintensität setzten sich die Gäste, die den entscheidenden Tick besser trafen, durch. Damit beendeten die Coocoons die Saison auf dem achten Tabellenplatz. Gefeiert wurde trotzdem. Auch Trainer Kevin Decker ließ trotz der Niederlage Milde walten: "Das Spiel hat alles gezeigt, was die Faszination Basketball ausmacht, auch wenn man als Trainer natürlich meist nur die Fehler sieht. Dennoch, Kompliment an meine Jungs, für eine tolle Leistung."

Coocoons: Buckenleib, Langhammer, Rolinek (12), Hegg (5), Suchy (2), Selinger (16), Schildbach, McDuffie (13), Erdelt (3), Miklos (11), Hartlieb, Gaschimov (3)
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