Aktionstag "Wir für Demokratie": Einsatz für Toleranz und Integration
Jeder Einzelne ist gefragt

Die Künstlerin der Gesangsgruppe "Kalinka" zeigte neben Gesangs- auch Tanzeinlagen.

Schon der Start machte deutlich: Wir bleiben nicht ruhig. Wir setzen uns leidenschaftlich für Toleranz und Vielfalt ein. Lautstark eröffnete die Gruppe "Quer-Schläger" mit ihren Trommeln und Percussion-Instrumente den Aktionstag "Wir für Demokratie". An fünf Orten in der Altstadt warben Schulen, Vereine und Initiativen mit verschiedenen Veranstaltungen für eine offene und aufgeschlossene Gesellschaft.

"Wir müssen weiterhin wachsam bleiben und dürfen nicht lockerlassen", forderte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß die Bürger auf, sich zu engagieren. Die Gefahr von Extremismus sei weiterhin sehr groß.

Die Moderatoren Markus Pleyer und Jürgen Meyer von Radio Ramasuri verwiesen zum Auftakt auf die Schwierigkeit, sich überall integriert zu fühlen: "Es kommt immer auf die Toleranz der Leute an." Dabei sollten die Bedürfnisse aller Leute respektiert und beachtet werden.

Ein klares Zeichen konnten die Weidener schon alleine mit ihrem Lächeln zeigen. Vor dem Alten Rathaus hatte die Max-Reger-Mittelschule eine Fotobox aufgebaut. Darin durfte sich jeder Bürger ablichten lassen. Aus allen Bildern wird ein großes Plakat gebastelt, das später im Neuen Rathaus ausgestellt werden soll.

In der Gustav-von-Schlör-Schule präsentierten die Volkshochschule, die Hans-Scholl-Realschule, die Wirtschaftsschule, das Elly-Heuss-Gymnasium und das Augustinus-Gymnasium ihre Projekte zum Thema "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage". Dabei informierte eine Ausstellung über Zeitzeugen-Gespräche mit Überlebenden des Konzentrationslagers Flossenbürg und von einer Exkursion zur Gedenkstätte Buchenwald.

Grenze als Einschränkung

"Dies war einmalig. Das sollte jeder einmal gesehen haben", berichtete Peter Wallbraun von seinen Erfahrungen in Israel. Dort war der Weidener im Oktober eine Woche im Zuge des Schüleraustauschs. Bei seinen Gasteltern sei er wie ein Familienmitglied aufgenommen worden.

"Der Zusammenhalt und das Leben in der Familie haben mir am besten gefallen", schwärmte der BOS-Schüler. Die Integration habe super funktioniert. Etwas bedrückend empfand er die Einschränkungen durch die geschlossenen Grenzen zu den Nachbar-Staaten. "So etwas kennen wir in Deutschland überhaupt nicht mehr."

Bei dem Workshop "Zivilcourage zeigen" und dem Planspiel "Kommunalpolitik" fanden sich zu wenig Teilnehmer ein. Daher mussten die zwei Programmpunkte abgesagt werden. Dies zeigt aber auch: Es muss weiterhin laut für Toleranz und Demokratie getrommelt werden.
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