An Kletterwand des Alpenvereins viel Mut bewiesen
Hochgefühle für junge Behinderte

Nach der aufregenden Kletterpartie zeigten sich alle Teilnehmer stolz auf ihre Leistungen, die ihnen auch eine Urkunde bescheinigte. Dank galt den Sicherungspartnern am Boden. Bild: fei
Eine Kletterpartie der besonderen Art hat Erwin Bösl vom Verein Offene Behindertenarbeit - Familienentlastender Dienst im Landkreis Tirschenreuth (ein Tochterverein der Lebenshilfe) auf die Beine gestellt. In Kooperation mit dem Weidener Alpenverein und dem Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth erlebten neun gehandicapte Jugendliche und junge Erwachsene einen erlebnisreichen Tag an der Kletterwand in der Weidener Berufsschulturnhalle.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung durch den Fachübungsleiter Sportklettern des Alpenvereins, Marcel Jaekel, legten die Jugendlichen die Klettergurte an und starteten mit entsprechender Seilsicherung erste Versuche an der Wand. Erreichte Höhe oder Schwierigkeitsgrad waren bedeutungslos, das Erlebnis, aus eigener Kraft eine senkrechte Wand hinaufzuklettern, stand im Vordergrund. Mutig kraxelten die Teilnehmer an den bunten Griffen und Tritten nach oben, voll motiviert, als Erster in rund sieben Metern Höhe anzukommen oder schwierigere Routen auszuprobieren. Manchen kostete es einiges an Überwindung, um Vertrauen in die Seilsicherungen zu haben. Nach dem Abseilen klatschten die Jugendlichen breit lächelnd die sichernden Seilpartner und ihre Betreuer ab.
Jaekel gratulierten allen, händigte Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme aus und bedankte sich bei Christoph Bösl sowie Dominik und Michael Feistl für die Unterstützung als Sicherungspartner. Alle waren sich einig, dass die Aktion nicht die letzte ihrer Art bleiben sollte. Der Verein "Familienentlastender Dienst" richtet sich seit 2003 an Familien mit behinderten Mitgliedern im Landkreis Tirschenreuth, um alltagsorientierte Hilfen zu bieten.
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