07.07.2015 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Angeblich Bewaffneter im Büro - Großeinsatz der Polizei Wo ist die Pistole?

Wo noch suchen? Der vermeintliche Täter ließ sich widerstandslos von der Polizei festnehmen. Die Pistole, die eine Zeugin gesehen haben will, ließ sich jedoch weder von den Beamten der Polizei, der Kripo, der Bereitschaftspolizei sowie den Hundeführern finden. Die Ermittlungen laufen derzeit in Richtung "versuchter räuberischer Erpressung". Bild: Wieder
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Helle Aufregung in einem Bürogebäude im Gewerbegebiet Brandweiher. Ein angeblich bewaffneter Mann bedrohte am Montag gegen 11.50 Uhr den Mitarbeiter einer Auto-Leasing-Firma im dritten Obergeschoss. Die Mitteilung löste bei der Polizei in Weiden einen Großeinsatz aus. Auch das Kriseninterventionsteam des BRK war im Einsatz.

Kurz danach gibt Alfred Brück vom Polizeipräsidium Regensburg einen ersten Lagebericht. Der 29-Jährige, offenbar ein Kunde, machte beim Mitarbeiter der Autofirma privatrechtliche Forderungen geltend. Bei dem Streitgespräch, so hatte eine Zeugin der Polizei berichtet, sei auch eine Waffe im Spiel gewesen.

Sofort war ein Großaufgebot der Beamten und Rettungskräfte vor Ort. "Wir mussten von einer Bedrohungslage für die Anwesenden im gesamten Gebäudekomplex ausgehen", sagt Brück. Auf Aufforderung durch die Beamten habe der 29-Jährige sofort das Anwesen verlassen. "Er ließ sich widerstandslos festnehmen." Allerdings leugne der Verdächtige, eine Pistole mitgeführt oder den Geschäftsführer bedroht zu haben. Obwohl auch mehrere Suchhunde sowie die Bereitschaftspolizei das Anwesen sowie das Firmengelände, auf dem mehrere Betriebe angesiedelt sind, absuchten, ließ sich keine Waffe finden. Der 29-jährige wird von der Kripo vernommen. "Wir sind dabei, den genauen Ablauf zu rekonstruieren und die Hintergründe des Vorfalls zu klären."

Die rund 40 Schüler im Fortbildungszentrum, das die erste und zweite Etage des Komplexes belegt, waren zu keinem Zeitpunkt in das Geschehen involviert. Dennoch mussten drei Lehrgangsteilnehmer sowie eine Beschäftigte, die einen Schock erlitten hatten, im Klinikum ärztlich behandelt werden.

Brück lobt ausdrücklich das vorbildliche Verhalten der Verantwortlichen im Bürogebäude: "Sie sicherten die Räume und suchten sofort den Kontakt zur Polizei." Zum Tatzeitpunkt hielten sich etwa 40 Lehrgangsteilnehmer sowie 20 Mitarbeiter in den Büros auf.

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