08.01.2010 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Annette Karl wünscht sich bessere regionale Zusammenarbeit Am Kirchturm geht's weiter

Näher zusammenrücken soll die Nordoberpfalz, wenn es nach SPD-Landtagsabgeordneter Annette Karl geht. "Die Kirchturmpolitik schadet langfristig den beiden Landkreisen und der kreisfreien Stadt", erklärte sie am Donnerstag bei einem Pressegespräch.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Karl blickte dabei auf ihr erstes Jahr im Landtag zurück. Dieses stand nach kurzer Eingewöhnungsphase ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise und des Desasters bei der Landesbank. Im neuen Jahr steht für Karl der Kampf um die Entwicklung des ländlichen Raums im Vordergrund.

Wichtig sei ihr der Erhalt des Landesentwicklungsprogramms (LEP). "Es darf nicht sich, dass das LEP in die Tonne getreten wird", forderte Karl. Wie bisher soll es jedoch auch nicht weiterlaufen. "Wir brauchen eine Regionalisierung des Programms." Um dabei zu Ergebnissen zu kommen, müsse die Zusammenarbeit zwischen Landkreisen und Stadt besser organisiert werden. "Wir müssen Institutionen und Regelungen schaffen, die das leisten."

St. Florian lässt grüßen

Beispielhaft nannte Karl die Themen Energiewende und Einzelhandel. Bei der Windenergie warnte Karl davor, nur auf das Floriansprinzip zu setzen. "Jeder ist für alternative Energieformen, nur nicht vor der eigenen Haustür." Allerdings lassen sich Windräder auch nicht gegen den Willen der Bürger durchsetzen. Die Einwohner müssten ins Boot geholt werden und zwar unabhängig von Landkreisgrenzen.

Ähnlich sieht die Landtagsabgeordnete das Problem bei Einzelhandelsprojekten - etwa beim "Nahversorgungszentrum Neustädter Straße". Dieses sei "rechtlich sicherlich ok." Allerdings müsse bei dem Projekt auch die Frage gestellt werden, ob der Einkaufsmarkt an dieser Stelle der gesamten Region nicht mehr schadet als nutzt.

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